Teil 11

 

Montag, 29.09.2014: Nach Feierabend hatte ich noch ne Dreiviertelstunde, die wollte ich nutzen und hab die alten 239 mm Bremsen vorne ausgebaut und zwar komplett, da ja davon nichts bei der G60 Bremse weiterverwendet werden kann.

Die alte vordere 16V Bremse hatte nur bis 1988 diesen Durchmesser, hätte ich einen 89er, dann hätte dieser die 256 mm Bremse, wo dann lediglich der Bremssattel - Träger und die Bremsscheiben mit den Klötzen ausgetauscht werden müssten.

So muss auch der Sattel und das Radlagergehäuse ersetzt werden, wobei ich hier eines mit Aufnahme für einen ABS-Fühler verwende, falls ich vielleicht (mal irgendwann in 10 Jahren...) nen ABS-System nachrüsten möchte.

Die Arbeiten gingen heute alle flink und reibungslos von der Hand, was ja bei der Murmel nicht ganz alltäglich ist... ;)

Zudem habe ich noch die vier oberen Langlöcher in den Federbeinen zum Dämpfer hin etwas verlängert, um demnächst einen etwas negativeren Sturz realisieren zu können.

(Ich will das nicht übertreiben, aber den Sturz so negativ wie noch gerade im Rahmen des Toleranzwertes möglich einstellen, was beim letzten Vermessen 2013 nämlich nicht möglich war!)

 

Bezüglich der alten innenbelüfteten Bremse habe ich auch schon eine Verwendung... die kommt in den 2er GT, da der vorne nur normale Bremsscheiben ohne Innenbelüftung hat.

Aber erst, wenn die bei dem ja erst letzten Winter erneuerten Bremsen wieder hin sind...

Dann gibt es noch Neuigkeiten im Bezug auf die Reklamation des Tuningschwungrads von "HRT":

Ich hatte gestern Nachmittag eine Mail an HRT geschrieben, die schon Abends (wohlgemerkt, es war Sonntag!) beantwortet wurde!

Darin teilte mir Herr Huber persönlich mit, dass ich bitte das Schwungrad einsenden solle, man würde das dann prüfen und mir ein neues und einwandfreies Schwungrad zusenden!

DAS nenne ich ne gescheite (und vor allem schnelle!) Problemlösung! :)

Ob das nun auch alles so klappt, werde ich ja sehen und berichten.

 

Einbauen werde ich aber erstmal eine originale VW-Schwungscheibe, welche ich heute im guten, gebrauchten Zustand erworben habe, denn ich will einfach wissen, wie die sich auf das Ansprechverhalten des Motors auswirkt, denn um ehrlich zu sein: ein besseres Ansprechverhalten als VOR meinem Motorschaden habe ich mit dem erleichterten HRT-Schwungrad nicht feststellen können...

Ausserdem wirkt sich ein erleichtertes Schwungrad auch negativ auf das Getriebegeräusch im Leerlauf aus (wegen stärkerer Drehschwingungen des Motors, welche aufgrund der verringerten Massenträgheit des Kurbeltriebs auftreten), wo ich ja zur Zeit seeehr empfindlich bin... ;)

Dienstag, 30.09.2014: Heute wollte ich die vorderen Bremsen komplettieren...

Die Betonung liegt auf "wollte"!

Wie schon so oft in den letzten Wochen / Monaten hat mir das Schicksal wieder einen Streich gespielt.

Aber der Reihe nach!

Zuerst habe ich in der Frühstückspause die Staubschutzbleche befestigt, hierfür noch extra etwas größere Unterlegscheiben für die untere Befestigung überarbeitet, dann war die Kleinigkeit erledigt.

Weiter ging es in der Mittagspause dann mit der Montage der "Zimmermann"-Bremsscheiben und der Luftkanäle, was recht schnell erledigt war...

Nun, dann kam der Feierabend und ich bin schnell in meine Arbeitsklamotten gehüpft... schon das Bild einer fertig montierten und entlüfteten Bremse vor meinem geistigen Auge...

 

Tja... und dann kam die große Ernüchterung, als ich die Bremssattelträger am Radlagergehäuse festschrauben wollte.

Die damals in der Bucht ersteigerte "G60-Bremse" kann SO nie an einem G60 verbaut gewesen sein! Denn die Bremssattelträger sind zu klein, sprich, ich kann die Ripp-Schrauben nicht ansetzen...

So wie es aussieht, sind es Träger für die 256 mm Bremse.

Die Sättel sind allerdings "Girling 54er", passen also an sich...

 

Ganz ehrlich?!!

In dem Augenblick, in welchem mir das bewusst wurde, hätte ich am liebsten ALLES!!! einfach hingeschmissen und mich irgendeinem anderen Hobby zugewandt, wegen mir heckeln oder Patch-Work-Kissen nähen... NUR NIE WIEDER WAS MIT AUTOS...!!!

Ich hab meine Handschuhe ausgezogen, meine Werkzeugkiste zugeklappt und bin wirklich richtig gefrustet nach Hause gefahren!

Keinen Bock mehr auf so´ne Scheiße...

Ich brauche garnicht lange überlegen und mir fallen prompt einige Dinge ein, die total scheiße gelaufen sind und an denen ICH nicht Schuld bin!

 

Mein Fazit:

Es gibt einfach zuviele Dummbatze und Vollpfosten auf dieser Erde.

(Und wenn die ALLE beim Scheißen vom Blitz getroffen würden... mir wär´s recht!)

 

So, hier die Fotos von diesem "mega-erfolgreichen" Tag:

Trotz meiner Scheiß-Laune kann ich (wie früher schonmal erwähnt) nicht einfach den Kopf in den Sand stecken...

Es MUSS weitergehen, weshalb ich dann eben erstmal recherchiert habe, wie denn die RICHTIGEN Bremssattelträger auszusehen haben und dann "zum Glück" auch welche in der Bucht zum Sofortkaufpreis erstehen konnte...

 

Trotzdem, meine Motivation in Sachen 16V nähert sich dem Ende...

Mittwoch, 01.10.2014: Heute hab ich nen neuen "ATE"-Hauptbremszylinder mit 22 mm Durchmesser gekauft, weil ich mit der G60-Bremse und dem derzeit verbauten 20,6 mm Hauptbremszylinder sonst einen zu langen Pedalweg hätte...

Ausserdem kam das originale Schwungrad.

Es ist, wie von Hermann versprochen, in einem wirklich sehr guten Zustand! Wenn du das hier liest, Hermann: Vielen Dank nochmal!

Ich drück dir die Daumen bei deinem T3 Syncro-Projekt!!! :)

 

Nach Feierabend hab ich dann das Schwungrad und die Kupplung montiert. Mehr gab´s dann aber auch nicht zu tun, da die Bremssattelhalter erst morgen eintrudeln werden und ich das Getriebe schlecht alleine reingehoben bekomme... somit war heute schon etwas früher "Feierabend"...

Soo, Nachtrag zum Donnerstag, dem 02.10.2014: An dem Tag habe ich das "neue" Getriebe reingehängt... Um es genau zu sagen, wir haben es zu dritt gemacht, weil ich schlichtweg in meinem linken Arm noch keine ausreichende Kraft habe, um ein Getriebe in den Golf zu heben und da das 02A-Getriebe auch wirklich ne Ecke größer als ein 020-Getriebe ist! Das will da richtig "reingedreht" werden...

Wir haben drei Anläufe gebraucht, bis es saß!

Naja, ich war hinterher durchgeschwitzt, aber egal, es war drin!

Leider hatte ich wenig Zeit (schließlich war für den Abend traditionelles "Kartoffelbraten" mit den Freunden angesagt! :)) und so bin ich mit dem weiteren Zusammenbau nicht ganz fertig geworden...

 

Naja, macht nix, die nächste Woche soll das Wetter ja auch nicht ganz so doll werden, da hab ich dann kein Problem damit, Abends ne Stunde in der Werkstatt dranzuhängen, statt auf meinem Bike zu sitzen.

Zudem auch noch immer die Teile für die Fertigstellung der Bremse fehlen; sprich Hauptbremszylinder und Bremssattelträger.

 

Montag, 06.10.2014: Neue Woche, weiter geht´s! Heute trudelten endlich die Bremssattelträger und auch der Hauptbremszylinder ein. Durch das lange Wochenende war ich ja zu ner Pause gezwungen, weshalb ich heute so viel wie möglich geschafft haben wollte, denn das Saisonende steht kurz vor der Tür und ich würde den 16V halt gerne noch nen paar Tage bewegen, nachdem ich das dieses Jahr ja meist nicht geschafft habe... :(

Nun, ich hab dann schlußendlich einiges geschafft, denn mir kam der Umstand entgegen, dass mein Kollege aus der Administration noch nen paar EDV-Geschichten einstiehlen musste, weshalb ich heute tatsächlich und unverhofft bis 19.15 Uhr schrauben konnte! :)

Aber es war auch einiges zu machen...

 

Die angelieferten Bremssattelträger kamen zwar in Rot, aber der Lack war steinalt und an etlichen Stellen abgeplatzt, weshalb der runter musste. Das hat zu weiten Teilen einer unserer Lehrlinge erledigt, welcher das aber VON SICH AUS gemacht hat, was hier mal anerkennenswerterweise erwähnt werden sollte!

Danke Dominik!

Die Ecken und Kanten hab ich zwar noch nen bisschen nachgearbeitet und auch die letzten Lackfitzel entfernt, aber er hat mir dadurch locker ne halbe Stunde Zeit gespart!

Nach dem entfetten kam dann der Lack, natürlich "Tornadorot"... wie die Sättel vorher ja auch.

(Diese Arbeit wurde damals noch vom Verkäufer der Sättel erledigt, an und für sich ganz passabel, allerdings sind die Entlüfternippel mitlackiert, was ich noch beheben werde...)

Der Trockenphase wurde etwas mit dem Heißluftfön nachgeholfen...

Ich habe beim lackieren extra die Berührungspunkte der Schrauben, sowie die Auflageflächen zum Radlagergehäuse hin abgeklebt, um so einen einwandfreien Kontakt zu garantieren, da ich schonmal bei zwei Felgen böse Erfahrungen mit lackierten Berührungsflächen von Schrauben gemacht habe...!

 

Nun, nachdem die Sattelträger korrekt mit Drehmoment angezogen waren (135 NM), wurden die Aufnahmen der Bremsklötze sowie deren Berührungspunkte "nach alter Väter Sitte" mit Kupferpaste bestrichen und eingesetzt, anschließend die Bremssättel mit neuen Schrauben verschraubt. Kurz darauf hab ich dann die Stahlflex-Bremsleitungen mit den Sätteln verschraubt... Gut sieht das aus! :)

Allerdings verschwindet das alles unter den BBS-RM-Felgen, man kann also davon hinterher nicht allzuviel sehen, wenn das Rad verbaut ist...

Aber wenn ich ehrlich bin, mir reicht auch schon ein Auto (der 5er GTI) mit roten Bremssätteln rundum, wo ich immer für Sauberkeit sorgen muß...!

(Übrigens: auf Bild 5 ist der Unterschied zwischen dem Bremssattelträger der 256 mm Bremse und der 280 mm Bremse recht gut zu erkennen...)

Nachdem also die vordere Bremse fertig montiert war, habe ich mich dem Hauptbremszylinder gewidmet. Erwartungsgemäß ließen sich alle Schraubverbindungen gut lösen, lediglich das anschließende ansetzen der Hohlmuttern verlangte mir wieder mal Selbstbeherrschung ab... Feingewinde-Hohlmuttern und ich werden wohl nie Freunde... ;)

Da ja der Bremsflüssigkeitsbehälter demontiert wurde, hab ich die Gelegenheit genutzt und das Teil von aussen und innen gereinigt und anschließend mit Druckluft ausgeblasen, heute Nacht ist dann der Deckel und das (ebenfalls gereinigte) Sieb nicht montiert und der Behälter kann somit innen komplett abtrocknen, bevor morgen oder übermorgen die Bremse mit Bremsflüssigkeit befüllt wird.

 

Nachdem ich alles montiert hatte, bin ich vorsichtshalber mit einer Sprühflasche darangegangen, den Motorraum im Bereich des Bremskraftverstärkers (und speziell darunter!) mit Wasser einzusprühen, um die Tropfen Bremsflüssigkeit, welche dort nunmal zwangsläufig hinkommen, zu neutralisieren.

Wäre doch sehr ärgerlich, wenn sich der Lack auf den Teilen, welche ich erst vor ein paar Wochen lackiert hatte, in ein paar Tagen kräuseln würde...

Dienstag, 07.10.2014: Heute wurde die Bremsanlage mit Bremsflüssigkeit befüllt und entlüftet, zudem noch die Antriebswelle rechts verbaut, das kleine Hitzeschutzblech hierfür und danach nochmal im Geiste jede Schraube durchgegangen, ob diese auch fest ist... einige mußten auch noch angezogen werden.

Eigentlich wollte ich dann noch die Schaltung einstellen, aber da unsere zweite Werkstatt heute Abend schon abgeschlossen war, kam ich da nicht mehr an das Spezialwerkzeug. Na, mach ich das halt morgen.

Wie man am ersten Bild sehen kann, ist die Felge nun gut ausgefüllt... mein Tüv-Prüfer hat jetzt erstmal ne Anfrage gestellt, ob ich die Bremse überhaupt eintragen lassen muß, oder ob das so geht (schließlich war sie ja so im G60 verbaut). Er meinte, ich hätte wahrscheinlich bis Freitag ne Info von Ihm.

Nachtrag: Der Umbau der Bremse MUSS eingetragen werden!

Hatte ich mir auch fast gedacht... Naja, watt mutt, datt mutt...

Mittwoch, 08.10.2014: Wiedermal so´n Tag, wo ich den 16V am liebsten anzünden würde...

Ich hab heute die Schaltung "eingestellt" und den Wagen von der Bühne gefahren. Schon beim zweiten oder dritten Schalten in den ersten Gang, war dies nicht möglich. Oder es kratzte gewaltig...

Nun, ich hab dann erstmal ne Probefahrt über Land gemacht und die Bremse etwas eingebremst und nachher nochmal versucht, die Schaltung mit unserer Lehre (und hinterher auch ohne...) einzustellen...

Das, was beim ersten 02A Getriebe AUF ANHIEB! ein Top-Ergebnis brachte (da war ich von der Schaltung wirklich begeistert!), war bei diesem 02A-Getriebe auch nach dem 7ten oder 8ten Versuch noch so scheiße wie beim ersten Mal...

Je nach Einstellung kratzt entweder der Erste, oder er läßt sich teilweise garnicht einlegen... oder es gibt Probleme in der Schaltgasse des 3ten und 4ten Gangs... ans Einlegen des 5ten Gangs braucht man in diesem Fall dann garnicht erst zu denken...

 

Manchmal ist es einfach zum verzweifeln.

Naja, ich werde es morgen nochmal versuchen...

Wenn es dann nicht klappt, trete ich dem 16V vermutlich ne Tür ein... oder ich versenk das Scheißhaus in der Ruhr...

 

Ich verfluche den Tag, an dem mir der Motor verreckt ist!!!!!

Donnerstag, 09.10.2014: Türen sind noch heile und die Ruhr ist noch schiffbar...

Freitag, 10.10.2014: Ich habe heute nochmal die Schaltung eingestellt, sie läßt sich jetzt mäßig schalten und ich kriege alle Gänge rein.

Der Erste ist zwar nach wie vor mein Problemkind, aber zumindest blockiert er nicht mehr komplett, sondern ist teilweise nur harkelig...

Trotzdem, es ärgert mich immer noch, dass es nicht so toll ist (im Vergleich zum vorherigen 02A-Getriebe), wie es mal war, aber meine Nerven liegen mittlerweile bei dem 16V doch echt blank und es ist besser, ich lass hier jetzt mal alle Fünfe gerade sein und begnüge mich mit dem Ergebnis, weil sonst die Gefahr besteht, dass ich wirklich ausraste...

(Kein Wunder, denn so annähernd zwanzig Versuche, dieser Schaltung Manieren beizubringen, liegen mittlerweile hinter mir!)

Soo, das Wochenende ist fast vorbei... und Samstag, den 11.10.2014, habe ich den 16V vermessen...

Es war das erste Mal seit 13 Jahren, dass ich nen Fahrzeug vermessen habe, aber es hat gut geklappt! Zugegeben, der erste Versuch der Sturzeinstellung rechts ist mißlungen, da ich die Schrauben am Federbein, welche das Radlagergehäuse fixieren, zu lose gedreht hatte und mir das Rad dementsprechend voll in den Negativ-Sturz-Bereich gerauscht ist, aber nachdem ich es dann nochmal probiert habe, wußte ich, worauf ich achten muß und hab es dann rechts und auch links genau so hinbekommen, dass er noch GERADE! im grünen Bereich ist!

Bedeutet, der Sturz vorne ist jetzt so negativ, wie er es laut Hersteller gerade noch sein darf (und wie ich es wollte).

Auch die Gesamtspur ist top, allerdings steht das Lenkrad etwas nach rechts, was evtl. durch umsetzten um einen Zahn behoben werden kann. Falls dies nicht der Fall ist, werde ich im kommenden Jahr eine einstellbare Spurstange links nachrüsten, denn dort ist noch die originale starre Spurstange ohne Verstellmöglichkeit drin.

 

Na, ansonsten will ich mal behaupten, habe ich dieses Jahr wirklich genug an der Murmel geschraubt! Ich werde vielleicht in meinem Urlaub Ende Oktober noch die Zusatzinstrumente einbauen, aber ganz sicher bin ich mir da noch nicht, denn die Käfer brauchen auch mal wieder ein bisschen Zuwendung...!

 

Sodann, hier erstmal die Bilder vom Samstag:

Freitag, 17.10.2014: Ich habe den 16V die letzten Tage einfach nur gefahren, bisher sind so schon wieder 350 km zusammengekommen.

 

Resultat zum Getriebe: bis auf die harkelige Schaltung keine Beanstandungen, es macht keine Lagergeräusche und die Synchronisation der Gänge ist soweit auch ok.

 

Resultat zu der G60-Bremse: Bremst schon spürbar besser, als die vorher verbaute 239 mm-Bremse.

Zudem scheint der Bremssattel hinten links auch dicht zu sein.

 

Resultat zu den Stahlflexbremsleitungen: wie schon zu vermuten, ist der Druckpunkt der Bremse nun definierter, der Pedalweg von "leichtem Bremsen" bis zur "Vollbremsung" ist sehr kurz, was aber nicht bedeutet, dass man Gefahr läuft, bei jedem Treten des Bremspedals ne Vollbremsung hinzulegen. Vielmehr muß dafür dann doch wie gewohnt mit erhöhtem Kraftaufwand zugetreten werden.

Wenn man das allerdings macht, packt die Bremse schon richtig gut zu!

 

Resultat der jetztigen Achsgeometrie: ein echt gutes Kurvenhandling, wenn auch nicht mit der skalpellmäßigen Lenk-Präzision meines 5er GTI´s zu vergleichen, der da wirklich ne Klasse für sich ist (ich habe vor Kurzem die Möglichkeit gehabt, mich auf dem "Ochsenkopf", einer Serpentinenstrasse im Sauerland, mit einem 7er GTI "Performance" messen zu können... er ist mir beim herausbeschleunigen aus den Kurven immer enteilt... in den Kurven habe ich ihn dann aber immer wieder eingeholt... Allerdings sollte man sowas nicht zu oft machen; unser Reifenverschleiß ist schon sehr deutlich "hörbar" gewesen... ;).

Gleiches gilt im Übrigen auch für die Bremsen im 5er, welche im direkten Vergleich zum 16V natürlich um ne ganze Ecke beherzter zupacken und sich in keinster Weise ans Limit bringen lassen, was an und für sich auch nicht verwundern sollte, denn schließlich trennen die beiden Gölfe 20 Jahre Entwicklungsarbeit.

 

Sodann, jetzt hab ich erstmal 2 Wochen Urlaub... ;))

Mal sehen, ob ich mich noch ein bisschen um den 16V kümmere,

oder ob ich je nach Wetterlage ehr dem Mountainbiken fröne...

Das ich was am 60er Käfer mache, steht aber auch auf meiner To-Do-Liste! (Ich sehe im Geiste schon wieder meine Freunde leicht nicken und "Jaja..." sagen... ;)

Nun, wir werden sehen...

Donnerstag, 23.10.2014:Die erste Woche meines Urlaubs ist nun fast vorbei. Ich habe wiedermal die meiste Zeit in meinen Arbeitsklamotten verbracht, aber diesmal nicht gezwungenermaßen, sondern weil das Wetter seit Montag Scheiße ist und deshalb zum Mountainbiken son bisschen die Lust fehlt...

Immerhin: am letzten Wochenende habe ich insgesamt knapp 90 km (von denen weit mehr als die Hälfte Trails und Waldwege waren... :)) zurückgelegt...

 

Nun, zum Thema: ich hab natürlich auch was am 16V gemacht!

Die besagten Zusatzinstrumente wollen ja auch schließlich mal an ihren Platz...

Eines vorweg, angeschlossen sind die jetzt noch nicht, da ich die Geber sinnigerweise im Handschuhfach meines 5er´s liegen habe, welcher derzeit nicht im Sauerland steht...

Nun, aber nichtsdestotrotz habe ich schonmal damit begonnen, denn der Anschluß der Geber ist die eine Sache, die Montage der Instrumente die andere!

Wie wahr...

 

Alles fing ganz harmlos an (wie immer... ;)...

Zuerst hab ich die A-Säulenverkleidung ausgebaut, den Instrumententräger aufgelegt und das Loch für die Kabeldurchführung in die Verkleidung gebohrt, dann den Träger innen an den Berührungspunkten mit dünnen Filzstreifen beklebt, damit es nicht hinterher irgendwelche Knartschgeräusche gibt, sowie die Löcher für die Befestigungsschrauben gebohrt und die Aussparung am Träger für die Kante der A-Säule nachgearbeitet, damit der Luftspalt dort nicht so groß ausfällt.

Tja... und dann kam die Montage der Instrumente!

Ich hab die Version mit den Schraubringen gekauft, da es mir sinniger erschien, als diese Haltebügel...

Aber Theorie und Praxis sind manchmal Galaxien voneinander entfernt!

Fakt ist: die Ringe waren zu dick! SO passten die Instrumente nicht in den A-Säulen-Instrumententräger!

Was tun?!?

Erstmal kürzen und Löcher bohren, um mit einem Schraubendreher oder Dorn die Ringe weiterdrehen zu können, denn der Platz dafür war mehr als eng...

Nun, der erste Versuch ging noch nicht weit genug, deshalb kam erstmals mein Metabo-Schleifbock zum Einsatz und die beiden Ringe wurden um ca. einen Milimeter ihres Durchmessers beraubt, was eine recht zeitraubende Arbeit war, die sich aber letztendlich auszahlte, denn danach ließen sich die Instrumente einwandfrei festdrehen.

Dann ging´s ans anfertigen des Kabelbaums.

Hierbei habe ich mich an den Kabelfarben für Instrumentenbeleuchtung, Kühlmitteltemperaturgeber und Öldruckgeber des 16V orientiert und die passenden Kabel aus einem alten Kabelbaum, welcher aus irgendeiner Golf-2-Schlachtung noch in meinem Ersatzteilfundus lagerte herausgeschnitten...

Nachdem der Kabelstrang dann fertig war, wurde alles angeschlossen (mit Ausnahme der beiden Signalkabel, welche demnächst noch an einen separaten Kabelstrang für die Geber angeschlossen werden) und die A-Säulenverkleidung mitsamt dem bestückten Instrumententräger montiert...

Die Beleuchtung ist übrigens auch Grün, also einigermassen stimmig zum Rest der originalen Instrumentenbeleuchtung und des Radios...

Wie man auf den Bildern sehen kann, hab ich den oberen Bereich des Kabelstrangs auch noch abgepolstert, sodass auch hier keine Geräusche durch Schwingungen / Vibrationen entstehen können.

Was mich stört, ist der Spalt zwischen der Frontscheibendichtung und dem Instrumententräger, den ich aber nicht ändern kann (zumindest nicht mal eben...).

Zudem reflektieren die Gläser der Zusatz-Instrumente entgegen der Produktbeschreibung doch merklich, was speziell bei Dunkelheit und Strassenlaternen etwas stört...

Naja, vielleicht eine reine Gewöhnungssache... Ansonsten fällt mir da aber mit Sicherheit noch ne Abhilfe ein...

 

Soooo...

Das war aber noch nicht alles, was ich gemacht habe...

Allerdings ging es diesmal nicht um den 16V selbst, sondern vielmehr um sein Winterquartier!

Dies ist ne normale Normgarage im Sauerland...

Problem dabei: kein Strom, bzw. ein Fehler in der Elektrik, wodurch ständig die Sicherung rausflog... zudem nur EINE Steckdose in der Garage (für mich ein NO-GO!) und ne Langfeldleuchte, welche nur ein Kabel mit Stecker besitzt und keinen Ein-Aus-Schalter!

Dies habe ich meinem Vermieter berichtet und Ihn um Abhilfe gebeten, was er auch wirklich prombt durch die Beauftragung des örtlichen Elektrikers in die Wege geleitet hat! :)

 

Der Kurzschlußverursacher war fix gefunden (der Kondensator in der Lampe selber!) und der Mann hatte echt Routine! Ratz-Fatz war eine zusätzliche Steckdose mitsamt Schalter für die Leuchte verbaut und neu verkabelt!

Super!!! :))

Endlich konnte ich meinen Industrie-Sauger anschließen und hatte gescheites Licht in der Garage, um in einer dreistündigen Aktion ALLES sauber zu machen und weg zu saugen, was sich dort seit 2009 so eingenistet hatte... Und das war ne ganze Menge!!!

(Wenngleich ich auch von Spinnen ins Pizzagröße verschont geblieben bin... ;)

Jetzt müssen nur noch die ganzen Brocken, welche noch in der Garage den Platz wegnehmen verkauft, bzw. anderswo eingelagert werden...

Auch da bin ich dran...

Samstag, 01.11.2014: Die Saison für meine beiden GTI´s ist nun zuende!

Gestern wurden der 5er und der 16V beide gründlich gewaschen und dann ging es für den 5er wieder in die Scheune eines guten Freundes, wo er nun unter einem eigens dafür gekauften (passgenauen) "Car-Cover" den Winter verbringt, der 16V ging dann heute Mittag rüber in sein Winterquartier, der Garage, in welcher auch der GT den Sommer über steht...

Zum Glück habe ich zwischenzeitlich einen Großteil der Teile, welche in der Garage lagerten verkaufen können.

Ist immer ein bisschen schade, wenn die Saison vorbei ist, aber irgendwie hab ich ja immer "Saison", denn der GT ist ebenfalls schon ein bisschen in die Jahre gekommen und benötigt auch diese Saison wieder etwas Fürsorge...

Dort geht es also die nächste Zeit weiter... ;)


Hier geht es dann im Teil 12 weiter... mal sehen, wann es was neues zu berichten gibt!

 

 

 

 

 

 

Alle Teile eines Käfers...

...so in etwa sieht das Puzzle aus, was ich demnächst wieder zusammensetze... ;)