Teil 13

 

Sonntag, 01.02.2016: Heute habe ich den 16V besucht, ich mußte den Motor ja mal starten und warmlaufen lassen, wie ich das in jeder Winterpause einmal tue... :) Die Murmel sprang auch recht zügig an, wobei die Batterie aber mal wieder den Anschein machte, als läge sie in den letzten Zügen. Naja, nach 20 Minuten bei leicht erhöhter Drehzahl, dürfte sie sich etwas erholt haben. Hier zwei Fotos von der Murmel:

Samstag, 23.04.2016: Der 16V wurde geweckt...! ;))

Ich habe heute den 4er GTI mit roten Nummern ins Sauerland überführt und habe die Murmel aus der Garage geholt! :) Er sprang sofort an und lief umgehends auf 4 Töpfen, ganz so, wie es sein soll! :)

Na, und wie es das Aprilwetter so wollte, bekam er auch sofort nen kleinen Schneeregen-Schauer ab, quasi zum wach werden...! ;)

Vorher wurde er aber seinem Enkel vorgestellt! Sowas muß sein! ;)

Das durchwachsene Wetter hat mich dann auch nach dem reduzieren des Luftdrucks an der Tankstelle nicht daran gehindert, eine Spritztour um den Sorpesee zu machen, was allerdings damit endete, dass der 16V nun etwas dreckig geworden ist und so nun morgen auf dem Youngtimer Treffen in Herten steht, was mir aber angesichts der Wetterlager egal ist.

Mal sehen, wie sich das erste Treffen dieses Jahr überhaupt entwickelt!

 

Übrigens habe ich dann auf dem Heimweg nach Dortmund noch die 241.000 km voll gemacht. Es geht also voran...! ;)

Sonntag, 24.04.2016: Mein erster richtiger Tag mit dem 16V in diesem Jahr und dann so ein Aprilwetter! Es ist echt alles dabei gewesen, von strahlendem Sonnenschein bis hin zu Schnee und Graupelschauern...

Gut, dass ich den Golf nicht gewaschen habe, ich hätte mich geärgert! ;)

Allerdings war das Wetter heute Vormittag auf der "Youngtimer-Show" in Herten noch einigermassen erträglich, es wurde erst gegen Nachmittag schlimmer, allerdings war es den ganzen Tag ar...kalt! ;)

Samstag, 30.04.2016: Mal so´n Statement zum heutigen Tuningtrend: Ich vertreibe mir bei miesen Wetter abends manchmal die Zeit mit surfen im Netz...! Dabei stoße ich immer wieder auf Bilder mit extrem tiefergelegten Autos...

Man muß sich einfach mal ganz sachlich fragen, WAS das an VERBESSERUNGEN bringt...???

Die Antwort lautet: NIX

Von der technischen und fahrdynamischen Seite sind extreme Tieferlegungen und großdimensionierte Felgen kontraproduktiv.

Niemand, der etwas technisches Verständnis besitzt und sein Fahrzeug technisch VERBESSERN (sprich Tunen!) will, wird von daher hier zu Extremen neigen... das machen in meinen Augen nur technisch unversierte Besitzer, denen es einzig um die Optik geht und die diesem Ziel alles andere unterwerfen, was in meinen Augen schlichtweg dumm ist...

Tja, aber leider wird sowas von einigen "professionellen Tunern" ja auch vorgemacht, was dann nochmal ne ganze Ecke lächerlicher ist!

Klar, ich bin auch kein Kostverächter in Sachen schöner Felgen und eine maßvolle Tieferlegung steht fast jedem Fahrzeug und führt ja auch tatsächlich zu verbesserten Fahreigenschaften / Strassenlage, aber man sollte sich halt auch mal fragen, wie man sein Fahrzeug einsetzt und auf was für (teilweise hundsmiserablen!!!) Strassen man die meiste Zeit unterwegs ist...

Und bezüglich der Felgen: jedes Kilogramm in Rotation multipliziert sich mit dem Faktor 7! Das bedeutet, dass man sein Fahrzeug LANGSAMER macht, wenn man z.B. 18 / 19 oder gar 20 Zoll große Räder montiert, welche zwangsläufig mehr bewegte Masse bedeuten...

Ich habe dies selber nach der Montage der 18 Zoll BBS-Räder am 5er GTI erfahren müßen, denn die Höchstgeschwindigkeit hat sich danach um 7 Km/h reduziert, bei gleichem Radumfang wohlgemerkt!

Zugegeben, hier war mir die Optik dann auch etwas wichtiger als V/max., denn in dem Geschwindigkeitsbereich tummel ich mich selten...! ;)

 

In diesem Sinne: jedem das seine, ich wollt´s nur mal gesagt haben und so vielleicht bei dem ein oder anderen Leser meiner Seite für ein Nachdenken in diesem Punkte sorgen... ;))

Denn eines ist auch klar: URSPRÜNGLICH ging es beim tunen (früher sagte man auch "frisieren" dazu) um die Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Fahrzeugs und die Optik war da ehr zweitrangig, profitierte aber dann auch hin und wieder von den getroffenen Maßnahmen... heute scheint das Verhältnis um 180 Grad verdreht zu sein... ;)

Somit sind viele Fahrzeuge heute mehr Schein als Sein (auch wenn sie teilweise über enorme Motor-Leistung verfügen), so bezweifle ich ernsthaft, dass sich diese ultratiefen Kisten auch nur halbwegs gescheit auf einer normalen, kurvigen Landstrasse bewegen lassen...

Ist halt mehr was für´s posen und für kurze Ampelsprints...

Mit ernsthaftem Tuning im herkömmlichen Sinne hat das in meinen Augen nichts zu tun.

Samstag, 14.05.2016: Heute habe ich mal wieder was am 16V gemacht.

Er hat am Heckabschlußblech wieder Rostansätze, welche durch den Lack nach aussen sichtbar sind, deshalb habe ich heute begonnen, diese zu kurieren... Diesmal mit einer etwas anderen Methode als bisher, denn nachdem ich ja meinen Golf 2 GT an Jonas verkauft habe, hat er von "Owatrol" erzählt und dass er damit gute Erfahrungen gemacht hat, wenn es um die Isolierung von Rost an Karosserien geht! Zugegeben, ich hatte das Zeug damals schonmal irgendwann gekauft, hatte dann aber "POR15" den Vorzug gegeben, allerdings hat "POR15" auch so seine Nachteile, wenn es z.B. um die Bearbeitung von Falzen und Blechdoppelungen geht, denn da es nicht so dünnflüssig ist wie "Owatrol", kriecht es nicht so in die Falze / Blechdoppelungen.

Nun, und da es heute um solche Bereiche ging, in denen eine gute Kriechfähigkeit von Nöten ist, habe ich das Döschen "Owatrol" ausgegraben und mich an die Arbeit gemacht.

 

Zuerst kam die hintere Stoßstange ab, dann wurde der vordere Bereich in den Längstträgern, in welchen die Stoßstangenhalter eingeschoben und verschraubt werden, von losem Schmutz und Wachsresten gereinigt.

Danach gings am Unterboden weiter, hier habe ich die Karosseriedichtmasse in den Bereichen entfernt, in welchen sich aussen Rost zeigte, denn nur wenn ich von Innen UND Aussen das Zeug aufbringen kann, sollte es möglich sein, den Rost zu stoppen.

Das Entfernen der Karosseriedichtmasse ist ein sehr mühsames Geschäft!

Hier geht richtig Zeit drauf, da ich hier für großes Werkzeug keinen Platz habe und somit fast alles mit Schaber, Madenschraubendreher und Teppichmesser entfernen muß... Naja, hilft ja nix, muß gemacht werden! ;) Hier jetzt erstmal ein paar Bilder, damit man einen Eindruck bekommt:

Das Owatrol habe ich dann mit Pinsel oder Tupfer aufgetragen, es läßt sich gut verarbeiten und es ist nicht so eine Sauerei wie mit POR15, allerdings könnte ich mir denken, dass es auch nicht so abriebfest ist.

Naja, es soll ja auch nicht der einzige Schutz für das in Mitleidenschaft gezogene Blech sein, denn ein Anstrich mit Lack soll folgen, da Owatrol überlackierbar ist, wenn es nach 24 Stunden durchgetrocknet ist.

Ich werde aber einen weiteren Owatroldurchgang folgen lassen und erst danach lackieren.

Zudem habe ich zwei Durchrostungen im rechten Bereich, dort wo die Abschleppöse sitzt. Dort war ja schon bei Kauf das Blech stark korrodiert, ich hatte es damals nur entrostet und mit POR15 versiegelt, dies hat nun drei Jahre gehalten. Schweißen will ich aber immer noch nicht, denn das ist eindeutig eine Sache, die ich nicht an einem Samstag Vormittag hin bekommen, deshalb wird noch einmal mit etwas Lack und Karosseriedichtmasse gepfuscht! ;) Wenn es danach allerdings wieder durchkommt, kommt das Schweißgerät zum Einsatz! Heute nicht... ;)

Auf der Beifahrerseite war im Innenbereich des Längstträgers unterhalb der Zwangsentlüftung auch etwas Rost zu sehen, um hier gescheit arbeiten zu können, mußte die Zwangsentlüftung raus, was etwas schwierig ist, denn sie wird mit vier Harken gehalten. Die zwei unteren löst man, indem man mit einem Finger unter dem Gummilappen hindurch in den Innenraum des Seitenteils greift und dann die Rastnasen zurückdrückt und die Entlüftung unten etwas abzieht, zudem dann von oben (im Kofferraum) in das Seitenteil greift und dort mit den oberen Nasen genauso verfährt...

Das, was sich hier recht einfach anhört, ist aber in der Realität etwas kniffelig, klappt aber... ;) Erst nachdem die Zwangsentlüftung ausgebaut war, konnte ich den Bereich korrekt reinigen und dann auch behandeln, ebenso die linke Seite, allerdings hier OHNE Demontage der Zwangsentlüftung.

Die schwarzen Rückstände in den Ecken usw. sind übrigens keine Karosseriedichtmasse, sondern Wachs, in welchem sich im Laufe der Zeit Schmutzpartikel gefangen haben.

Dadurch, das gerade mal meine Hand hinten in die Einschübe passt, habe ich es mir verkniffen, den Wachs überall zu entfernen, kann ja auch nicht "umme Ecke" gucken, um das alles zu entdecken, das kann nur mein Handy... ;))

 

Und da ich noch etwas Zeit hatte, habe ich am Unterboden noch einige Stellen mit Owatrol behandelt, denn schaden kann das Zeug nicht, schließlich "...durchdringt es den Rost und verdrängt Feuchtigkeit...", weshalb ich so einige Falze / Blechdoppelungen rein vorsorglich behandelt habe, wenn dort schon minimalster Flugrost sichtbar war...

Samstag, 21.05.2016: Schraubertag! ;) Ich war heute mal wieder in der Werkstatt und hab mich mit der Murmel beschäftigt...

Es war wieder Flugrost-Konservierung mit Owatrol angesagt und das Motorlager rechts habe ich ausgebaut, da ich in Erinnerung hatte, dass das Loch, durch welches die Schraube zur Befestigung im Gegenhalter geführt wird, etwas ÜBER dem Loch im alten Motorlager angebracht war... Und da ich manchmal Vibrationen ähnlich denen im Golf 4 GTI vor dem Austausch der Lager habe, bin ich davon ausgegangen, dass es evtl. durch eine Verspannung der Motor/Getriebe-Einheit hervorgerufen wird... Nun, um´s kurz zu machen, wieder einmal ein Fall von "Denkste...!", die Löcher sind bei beiden Lagern identisch, weiß auch nicht, wie ich zu der Annahme gekommen bin...

Beim Auftragen von Owatrol kommt es mir darauf an, vorhandene Ritzen / Risse im Unterbodenschutz und Blechdoppelungen / Falze mit diesem kriechfähigen Öl zu versehen, um somit evtl. vorhandenen Rost zu isolieren und ein weiterrosten somit zu verhindern, bzw. hinauszuzögern.

Die Optik ist dabei zweitrangig, wobei in ferner Zukunft vielleicht auch mal der Unterboden angegangen wird. Aber das hat Zeit...

 

Heute war übrigens "Golf-2-GTI-Tag" in der Werkstatt, denn Mark war an seinem G60 zugange und hatte die Bühne neben meinem 16V in Beschlag... ;))

Da ich im Zuge des Motorlager-Ausbaus den Ansaugschlauch vom Luftmengenmesser zur Drosselklappeneinheit ausgebaut hatte, war diese innerhalb kürzester Zeit demontiert und ich habe dann nachgeholt, was ich schon 2014 bei der Motorüberholung machen wollte: die Übergänge im Ansaugbereich egalisieren! Gesagt, getan...

Wer jetzt denkt, dass ich mir davon nen zusätzliches "Pferdchen" verspreche, der liegt zwar nicht ganz falsch, aber ich bin Realist und denke, dass sich diese Bearbeitung alleine nicht wirklich spürbar bemerkbar macht...

Trotzdem ist es aber eine Verbesserung gegenüber dem Originalzustand und bekanntlich macht "Kleinvieh ja auch Mist...!" ;)

Zur Zeit bin ich ja eh erstmal auf der Suche nach den verlorenen Pferdchen, denn wie schon mal berichtet, zieht der neue Motor gegenüber dem Alten nicht so gut durch und auch die Endgeschwindigkeit liegt mit gemessenen 197 Km/H somit 8 Km/H unter der früheren Endgeschwindigkeit, was evtl. auch mit der Abstimmung des Motor zu tun haben kann, denn da wir einen neuen Motortester haben (der wie fast alles NEUE nicht so gut ist wie der Alte, leider defekte...), hat´s damals nicht soo gut geklappt mit der Einstellung...

Naja, ist halt noch etwas Handlungsbedarf vorhanden, aber die "Schrick-Nocke" steht ja auch noch an, und danach muß er eh "auf die Rolle", weshalb ich die Feinabstimmung dann auch Leuten überlasse, die sich damit (hoffentlich) besser auskennen, als ich es tue...

Zu guter Letzt habe ich dann heute noch etwas für den "Original-Zustand" getan... ;)

Der bisherige Öldeckel war ein Teil aus neuerer Produktion, der Originale war wohl irgendeinem der Vorbesitzer abhanden gekommen... Ich hatte jetzt aber Glück und konnte ein gutes und originales Teil ersteigern, was dann heute endlich auch seinen Platz auf dem Ventildeckel einnahm. :)

Nun, und dann war Feierabend und Wochenende! Ab auf´s Rad...! ;)

Nachtrag zu Samstag, den 11.06.2016: Am Samstag war ich in der Firma, wie immer... naja, zumindest fast! ;)

Diesmal hatte ich vor, den Fächerkrümmer wieder gegen die originalen Bauteile (Gußkrümmer und Hosenrohr) zu tauschen und den Kat zurück an seinen ursprünglichen Ort zu verfrachten, um so endlich auch die Geräusche zu eliminieren, wenn dieser beim beschleunigen an das Hitzeschutzblech stößt und es an das Gehäuse der Schaltung drückt... (der ein oder andere von Euch erinnert sich vielleicht, dass 2014 beim Einbau des "Supersprint"-Fächerkrümmers der Kat wegen dem Sammler (das 2 in 1-Rohr) um ca. 15 cm weiter nach hinten gelegt werden mußte, was ja so einige Probleme mit den angedachten Sport-Katalysatoren mit sich brachte und weshalb ich hinterher frustriert wieder auf einen originalen, aber neuen Kat zurückgegangen bin...).

Nun, dafür hatte ich mir die alten Brocken aus dem Sauerland geholt, und dort noch die Dichtflächen des alten Krümmers in meiner Strahlkabine gereinigt.

Die Abgaskrümmerdichtungen wollte ich bei VW bestellen und dann den ganzen Gulasch verbauen...

Es scheiterte dann an meinem Geiz!!! Und das war gut so!!!

Mal ehrlich, ich weiß nicht, was bei den Jogies in WOB so los ist und welches Gras die rauchen, aber wer von denen in seinem Vollrausch denkt, dass ich 19,70 € für EINE!!! Krümmerdichtung bezahle, der macht sich wohl auch morgens die Buxe mit ner glühenden Kneifzange zu...!!!

Sowas ist schon nicht mehr nur teuer, sowas ist ABSOLUT GIERIG!!!

Und deren Abgas-Skandal finanziere ich denen nicht!!!

Selbst schuld, wer solche Preise bezahlt, ich bin im Netz fündig geworden, und habe welche von dem deutschen Hersteller "Elring" für 1,93 € ( jaa, richtig gelesen!!!) besorgt!

Klar, die kamen dann nicht mehr am Samstag, sondern erst diese Woche. Scheiß was drauf, dafür habe ich ne Stange Geld gespart!!!

 

Trotzdem war ich nicht untätig und habe mich den alten Teilen gewidmet. Hier hatte ich mich schon im vorhinein gegen das damals ausgebaute Hosenrohr entschieden, beim Krümmer hatte ich nach dem Strahlen auch ein rissfreies Gebrauchtteil besorgt. Leider war bei diesem Teil ein Bolzen abgerissen und wie sich bei näherer Betrachtung herausstellte, waren 3 der 6 Bolzen schonmal ersetzt worden, aber mit zu kurzen Teilen... und man hatte diese Teile zu allem Überfluß dann auch noch verschweißt und die Dichtflächen haben grobe Korrosionsspuren... Shit! DER Krümmer wird so schnell also nicht verbaut werden können, wenngleich ich ihn sehr wohl behalten werde, denn rissfrei ist er allemal und das ist selten!

Blieb der Versuch, meinen ursprünglichen Krümmer aufzuarbeiten, aber der hat leider einen Riss, welcher schon nahezu 65 % des einen Abgangs umspannt, weshalb hier absehbar ist, wann das Bauteil vollends das Zeitliche segnet...

Hm, nachdem feststand, dass ich weder den ursprünglich verbauten Krümmer verwenden werde, noch den im Netz erworbenen auf die Schnelle überarbeitet bekomme, blieb noch das Hosenrohr...

Das ursprünglich verbaute Teil hatte so starke Korrosions-Schäden, dass ich es weggeschmissen habe!

Es wird durch ein gut erhaltenes Gebrauchtteil aus einem Golf 2 GTI mit 8V-Motor ersetzt, da die Hosenrohre identisch sind.

Bei diesem Teil mußte ich lediglich die Hitzeschutzbleche nacharbeiten / wieder verschweißen...

Mittwoch, 15.06.2016: Heute kam ein Paket...!

Darin enthalten war ein überholter Abgaskrümmer, mit geplanten Dichtflächen und intakten Krümmerbolzen sowie dem Anschluß mitsamt einem CO-Messrohr! :)

Ich hatte mich nach der Pleite am Samstag nach einem guten Krümmer umgesehen und dann kurzerhand das beste Teil (wenn auch das teuerste) welches ich im Netz auftun konnte, erworben...

Es wurde prompt verschickt und kam heute sicher verpackt an und entspricht mit Ausnahme eines Bolzengewindes meinen Vorstellungen eines guten und brauchbaren Gußkrümmers!

Zudem kamen Anfang der Woche noch die Krümmerdichtungen, von denen ich insgesamt 3 Sätze geordert habe, was man bei den Preisen für die "Elring"-Teile durchaus mal machen kann... ;)

Freitag, 17.06.2016: Am Nachmittag habe ich mit dem Rückbau der Abgasanlage in den Originalzustand angefangen. Hierzu wurde erstmal der Fächerkrümmer demontiert, was garnicht mal soo einfach war, denn um die Rohre zwischen den sonstigen Teilen wie Lenkung, Schaltseilen und Aggregateträger herauszuholen, muß man sie ganz schön hin- und herdrehen!

Naja, letztendlich hab ich den Fächer aber ausgebaut bekommen, ohne andere Bauteile zu beschädigen. Es folgte der Kat mit dem daran befestigten Abgasrohr, welches bombenfest im Mittelschalldämpfer saß. Beide Bauteile sind aus Edelstahl, aber die Passungen sind allem Anschein nach auch sehr knapp gehalten, zumal sich in die Spalte Ruß eingelagert hatte... Mit dem Einsatz einer wirklich großen Pumpenzange und etwas Geduld hab ich das Abgasrohr dann aber auch pö a´pö herausgedreht, ohne Schaden anzurichten oder Gewalt anwenden zu müssen.

Der Einbau des originalen Krümmers gelang dann von unten ohne Probleme, er wurde zusammen mit neuen Muttern und den "Elring"-Krümmerdichtungen montiert und im Anschluß daran wurde auch das Hosenrohr befestigt.  Weiter kam ich allerdings nicht, da mir schlichtweg ein Gelenk für die Knarre fehlte und ich somit nicht alle Schrauben für das Hosenrohr nachziehen konnte... Na, Morgen ist ja auch noch nen Tag, wenngleich ich da allerdings vertretungsweise arbeiten muss.

Zufallsbefund: Nachdem der Fächer draussen war, hatte ich freie Sicht auf die Auslasskanäle... Dabei fiel mir beim 1 / 2 und 3 Zylinder ein ölig schimmernder Streifen auf, den ich zuerst nicht weiter deuten konnte, der sich aber nach dem Fotografieren der Auslasskanäle als Ölspur herausstellte, welche von den Ventilschaftführungen herrührt!

Somit sind wohl die Ventilschaft-Abdichtungen der betroffenen Zylinder defekt! Dies könnte mitunter den hohen Ölverbrauch des Motors in gewisser Weise erklären, denn es scheint nicht wenig Öl zu sein, was dort austritt...

Mich wundert nur, dass die Murmel keine blaue Fahne hinter sich herzieht, wenn ich Gas gebe, bzw. vom Gas gehe... Hier die Bilder:

Nun, dieser Mangel wird demnächst bei der Montage der "Schrick"-Nockenwelle behoben werden, denn der Motor bekommt dann eh neue Ventilfedern und neue Hydro-Stössel, somit ist das mit den Ventilschaftabdichtungen ein Abwasch... ;)

Samstag, 18.06.2016: Abgasanlage Teil 2... Eigentlich wollte ich heute alles zusammenschrauben und dann nach Mittag mit der Murmel nach Hause fahren, aber es ist mal wieder anders gekommen als gedacht. ;)

Grund dafür war der Flugrost, welcher sich im Mitteltunnel breit gemacht hat und an den ich nach der Demontage des großen Hitzeschutzblechs gut heran kam, weshalb ich kurzerhand umdisponiert habe und die Stunde vor der regulären Arbeitszeit damit verbracht habe, dieser unerfreulichen Erscheinung den Gar aus zu machen, bzw. das Fortschreiten der Korrosion mit Hilfe von Owatrol einzudämmen...

Hierzu wurde der lose Rost mit einer Drahtbürste entfernt und danach großzügig Owatrol auf die betroffenen Stellen gepinselt.

Nachdem ich damit fertig war, wurde erstmal regulär gearbeitet. in der Stunde nach Feierabend wollte ich dann den Rest machen, allerdings gab es auch hier wieder ein paar unliebsame Überraschungen, so waren z.B. die Schrauben zur Befestigung des Kats am Hosenrohr zu kurz und unser Teiledienst war schon geschlossen... ich habe dann erstmal zwei Schrauben aus meiner Werkzeugkiste verwendet, allerdings nur, um überhaupt das Ganze unter dem Wagen montieren zu können.Montag gibt es dann richtige Schrauben in korrekter Länge! ;)

 

Zudem war die Montage des Abgasrohres zwischen Kat und Mittelschalldämpfer nicht ohne Weiteres zu machen, zuerst mußte ich es kürzen (es war ein Universalteil), dann hinten in den Mittelschalldämpfer einschieben, was aber nur 2 cm gelang, danach war "Ende-Gelände" und ich mußte mit dem Hammer nachhelfen, natürlich OHNE das Rohr oder den Topf zu beschädigen, trotz aller Mühe hab ich es nicht bis ganz hinten eingeschoben bekommen, was wiederum zur Folge hatte, das vorne am Rohr nochmals 1 Zentimeter weggeschnitten werden mußte, um es nicht unter Spannung zu verbauen.

Hm... und nachdem das alles gemacht war, war es auch schon 12.45 Uhr und ich mußte noch meinen Arbeitsplatz aufräumen! Tja, was soll´s, bei dem blöden Wetter bin ich eh nicht scharf drauf, die Murmel spazieren zu fahren, ich werde also in der kommenden Woche die Restarbeiten durchführen. Jetzt ist erstmal Wochenende! :)

Nachtrag zu Montag, den 20.06.2016: Ich habe am Montag die korrekten Schrauben für die Kat-Befestigung montiert und die Abgasanlage nochmal ausgerichtet, sie ist jetzt dicht und der Motor läuft ganz gut, aber die alte Giftigkeit VOR der Motorinstandsetzung ist nicht zurückgekehrt... :(

Ich muß nun dringend die Sache mit der Nockenwelle in Angriff nehmen und den Motor danach auf einem Leistungsprüfstand abstimmen lassen...!!!

 

 

 

 

 

 

Alle Teile eines Käfers...

...so in etwa sieht das Puzzle aus, was ich demnächst wieder zusammensetze... ;)