Teil 21

 

Samstag, 17.06.2017: Ich mußte heute arbeiten und habe nach Feierabend die Gelegenheit genutzt und mir nochmal die Roten Nummern unserer Firma ausgeliehen, um den Motor noch etwas einzufahren! ;)

 

War super Wetter zum Fahren, nicht zu sonnig, aber auch nicht kalt, gerade so, dass man mit leicht geöffnetem Schiebedach und halb offenem Fenster dem Klang des 16V´s lauschen konnte! Herrlich!!! :D

Ich bin auch einmal um den Sorpesee und hab u.a. auf halber Strecke mal das Gas etwas stärker durchgetreten und den Motor etwas brüllen lassen, nur um 100 Meter und eine Kurve weiter an einer 4köpfigen Polizeikontrolle vorbei zu fahren!

Zugegeben, mit einem leicht flauen Gefühl im Magen und einem schiefen Grinsen im Gesicht...! ;)

Zum Glück waren die Jungs mit einem Motorradfahrer beschäftigt, allerdings haben sie mich durchaus wahrgenommen, denn zwei von der Rennleitung haben mich bei der Vorbeifahrt beobachtet, allerdings sonst nichts weiter gemacht, denn die Geschwindigkeit hatte ich ja nicht überschritten... naja, aber "leise" ist halt etwas anderes...! ;)

Sei´s drum, ich denke, die haben da vielleicht ja auch Verständnis für, wenn so ein alter GTI mal etwas kerniger klingt... Zumindest hab ich keinen Bollerauspuff drunter, der permanent die Gegend beschallt! ;)

 

Die heute abgespulten 165 km haben also durchweg richtig Spaß gemacht, denn der Motor hängt auch jetzt schon ganz gut am Gas und ich habe ihn erst bis max. 5.000 Umdrehungen gezogen, mehr gibt es vorerst nicht, denn dafür ist mir das mit neuen Kolben zu heikel, die fahre ich erstmal 2.000 - 3.000 km ein, bevor er dann mal bis 7.200 Umdrehungen gezogen wird... Und VORHER geht´s halt diesmal auch noch auf den Rollenprüfstand, um den Motor wirklich korrekt abzustimmen!

 

Hier die Bilder von heute (inkl. leichten Ölverlust an der Ölwanne):

Freitag, 23.06.2016: Soo, es ist geschafft! :D

Der "9A" - 2 Liter Motor ist vom TÜV abgenommen und nun eingetragen! :D

Ich freue mich und bin froh, dass es so unkompliziert geklappt hat!

Danke an den TÜV - Prüfer, welcher sich A) sehr gut in der Materie auskennt und B) auch menschlich ein echt netter und umgänglicher Typ ist!!! Ohne seine fachliche und menschliche Kompetenz wäre es vermutlich nicht so stressfrei über die Bühne gegangen...!

 

Er hat im Zuge der Abnahme auch gleich die fällige TÜV - Hauptuntersuchung und die AU mitgemacht, ich durfte sogar noch das CO-Gehalt mit meinem Werkzeug etwas runterschrauben, denn es war anfangs etwas zu hoch. Nachdem dann auch die Geräuschpegelmessung ohne Beanstandungen durchgeführt wurde, ging es zurück ins TÜV - Büro, in dem dann der Schriftkram erledigt wurde.

Mit Hauptuntersuchung und AU, sowie der Eintragung habe ich alles in allem knapp 450 € bezahlt, was angesichts des Umfangs und des Zeitaufwands von immerhin 2 1/4 Std. auch irgendwie gerechtfertigt erscheint.

Auf der Rückfahrt zu meinen Eltern war ich auf jeden Fall glücklich, dass meine kleine rote Murmel nun den Segen des TÜV hat und ich zukünftig vollkommen legal mit dem 16V unterwegs bin! :)

Unterwegs habe ich dann übrigens noch die 243.000 km voll gemacht!

 

Bei meinen Eltern angekommen, wurde die Murmel dann soweit wie möglich unter unserem Balkon geparkt, denn jetzt geht es erstmal daran, eine Versicherung aufzutun, welche mir den Wagen auch zu einem erschwinglichen Kurs Vollkasko versichert.

Sodann, ich werde weiter berichten! ;)

 

Hier Fotos von heute:

Donnerstag, 13.07.2017: Es ist soweit! Die Murmel ist zugelassen! :D

Ich habe Glück gehabt und heute einen kurzfristigen Termin im Bürgerbüro in Dortmund-Huckarde bekommen und bin deshalb am frühen Nachmittag dort aufgeschlagen, um den 16V endlich wieder zuzulassen!

Ich habe natürlich meine alten Kennzeichen "DO - PL 129" mitgenommen, denn ich war der Annahme, dass diese nach der vorübergehenden Stilllegung des Fahrzeugs ein halbes Jahr auf das Fahrzeug reserviert sind... SO war das früher im Sauerland immer!

Tja, aber da habe ich mal wieder die Rechnung ohne den Wirt gemacht...! Die nette Verwaltungsfachangestellte lächelte mich an und teilte mir mit, dass mit meinem Kennzeichen seit Ende März ein OPEL unterwegs sei...!!! Hääää...??? Och nöööö...!!! Komm, nicht nen Opel...! ;)

"Feindliche Übernahme" mal ganz anders...! ;))

Dummes Gesicht meinerseits...

ABER, ich hatte Plan B in der Tasche! ;)

Denn da ich mir schon so meine Gedanken gemacht hatte, bezüglich des alten Kennzeichens und des neuen Motors, hatte ich einfach mal nach anderen passenden Kennzeichen geguckt und mir dann auch ein schönes reserviert, für den Fall, dass eben mein Altes wider Erwarten nicht mehr verwendet werden könnte...

Nun, so hat der 1988er Golf 2 GTI jetzt "DO - GT 188" als neues Kennzeichen! :)

Hm, angesichts dessen, dass der "PL" - Motor ja nicht mehr verbaut ist und die PS-Zahl nun auch über 129 Ponys liegen sollte, vielleicht garnicht mal die schlechteste Lösung, zumal der 1999er Golf 4 GTI ja das Kennzeichen "DO - GT 199" spazieren fährt... ;)

Zur Zulassungsprozedur an sich muß man sagen, dass das abtippen der ganzen Schriftsätze aus den TÜV-Gutachten das hübsche Mädel vom Bürgerbüro schon etwas ins schwitzen gebracht hat...

(Vielleicht war es aber auch meine Anwesenheit... ;D )

Zugegeben, ist auch nen ganz schönes Abkürzungs - Kauderwelsch!

Zusätzlich mussten die ganzen alten Eintragungen vorher noch gelöscht werden. So hat das dann auch mal ganze 50 Minuten gedauert, mit dem Ergebnis, dass sich draussen auf dem Flur die Menschenmassen stapelten...! Ups!! Sorry for this! ;)

 

Mich hat allerdings dann beim Schildermacher der Schlag getroffen, musste ich dort doch sage und schreibe 39,90 € für zwei Schilder bezahlen!!! :(( What??? Wofür??? Für zwei geprägte Streifen Blech?!?

In Witten am Strassenverkehrsamt gibt es zwei Schilder für 15 €!

Allerdings liefern sich da drei Schildermacher auch seit Jahren nen Preiskampf. In Huckarde hat der anscheinend eine Monopolstellung...

(Wer sich also demnächst mit einem Laden selbstständig machen will: vielleicht in Huckarde als Schildermacher?!? ;))

Wenn ich das mit den Kennzeichen nur ehr gewusst hätte!

Naja, so ist man nachher immer schlauer!

Freitag, 14.07.2017: Am Freitag habe ich mich an der Lackaufbereitung versucht... Es ist das erste Mal, dass ich mit einer Maschine daran gehe, bisher habe ich immer von Hand poliert, aber das ist doch sehr mühsam und da ich letztes Jahr die Chance hatte, an eine gute gebrauchte Makita Rotationspoliermaschine 9227 CB zu kommen, sollte die natürlich jetzt auch zum Einsatz kommen.

 

Sodann habe ich mich im Netz schlau gemacht und mir einige Videos von Leuten angesehen, die sich mit Polierarbeiten augenscheinlich gut auskennen. Dort gab es auch den ein oder anderen Tipp, bezüglich Vorgehensweise und zu verwendender Materialien, weshalb ich dann im Netz erstmal auf Shopping-Tour gegangen bin... ;)

 

Ich fange mal mit dem ersten Schritt an, der Vorwäsche.

Hierzu habe ich mir eine "Gloria FM 10 FoamMaster" Sprühflasche mit einem passenden Shampoo von "Mr. Pink" gekauft.

Die Vorwäsche mit Schaum hat den Vorteil, dass loser und gröberer Schmutz durch den Schaumteppich angelöst wird und beim abspülen des Schaums mit diesem verschwindet...

Macht Sinn bei stärker verschmutzten Fahrzeugen!

Auf Bild 2 sieht man einen Ausschnitt, der verdeutlicht, wie es VOR der Vorwäsche mit Schaum aussah, Bild 3 zeigt dann den Zustand danach.

Der Vorteil ist, dass ich den Wagen / Lack noch garnicht berührt habe, die groben Schmutzpartikel werden also nicht per Waschhandschuh auf dem Lack hin und hergerieben, sondern sind schon vorher abgelöst und abgewaschen. :)

 

Weiter ging es dann mit der normalen Wäsche, hierfür habe ich dann auch mal neues Material gekauft, denn ich wollte eine "Dirt-Trap" für den Wascheimer, hierfür benötigte ich dann allerdings den passenden Eimer, in welchen diese auch hinein passt.

Die "Dirt-Trap" (die rote Scheibe mit den Löchern) verhindert, dass der Dreck, welcher sich schon im Wascheimer befindet, beim eintauchen des Waschhandschuhs wieder hochgewirbelt wird und dabei evtl. im Handschuh hängenbleibt.

In dem Zuge habe ich dann noch einen neuen Pinsel für die Kleinarbeit an verwinkelten Ecken wie Schriftzügen / Grills / etc. und einen neuen Waschhandschuh geordert.

Als Auto-Shampoo verwende ich das "Glanz-Shampoo" von SONAX, welches recht ergiebig ist und ein gutes Ergebnis bringt, zudem kostet es nicht die Welt. ;)

Nachdem ich den 16V gewaschen hatte, habe ich mich mit Reinigungsknete von PETZOLDT´S und Gleitmittel für diese daran begeben, den Golf von stark anhaftenden Verschmutzungen zu befreien, allerdings waren da nicht allzu viele Partikel, die sich in der Knete gefangen haben, wobei ich mir bedingt durch meinen Rücken die Partien unterhalb der Zierleisten vorerst gespart habe, das mache ich irgendwann bei uns in der Firma auf meiner Bühne... ;)

Nach dem Kneten blieb ein matter Film auf dem Lack zurück, also habe ich den GTI nochmal gewaschen, dann trocknen lassen und in unsere Garage gefahren, denn die nun folgenden Polierarbeiten sollten NIE in der Sonne durchgeführt werden, ebenso sollte der Lack nicht durch diese aufgeheizt sein!

 

Nachdem der GTI abgetrocknet war, habe ich erstmal damit angefangen, die Bereiche um die Motorhaube herum mit Masking-Tape von 3M abzukleben.

Dieses Klebeband soll verhindern, dass man Kanten zu sehr mit Politur behandelt und der Lack dort dann zu dünn wird...

(Dies ist mir als blutigem Anfänger nämlich an drei Stellen passiert...)

Zudem habe ich den Laubfänger unter den Lüftungsschlitzen und die Scheibenwaschdüsen ausgebaut und die darunterliegende Wasserkastenabdeckung mit einem alten T-Shirt abgedeckt...

 

Dann habe ich die Haube in drei Bereiche aufgeteilt, denn ich wollte halt sehen, wie die unterschiedlichen Polituren wirken und welche ich am besten bei dem doch wirklich stark strapazierten Lack verwende.

 

Der Zustand des Lacks ist folgender: sehr viele kleine Kratzer und kleinste Krater durch Ministeinschläge, zudem etwas matt.

Dazu kommen natürlich auch ein paar größere Steinschläge und einige wenige etwas tiefere Kratzer.

Insgesamt sieht der 16V lackmäßig schon ganz schön mitgenommen aus, man kann das auf den Fotos der letzten zwei Jahre so nie erkennen, aber wenn man nah am Wagen steht, fällt es schon auf.

Andererseits ist es halt noch Originallack, er ist bis auf die Stellen hinten unterhalb der Stoßstange und vorne am rechten Kotflügel nicht nachlackiert und nicht so ausgeblichen, wie ich das damals bei meinem ersten Tornadoroten Golf 2 hatte. Der war nämlich "Puffrosa"...! ;)

Bei der Politur habe ich mich für Produkte von "Menzerna" entschieden, da diese einen guten Ruf haben und ich ein Komplett-Set mit sechs unterschiedlichen Polierschwämmen und vier verschiedenen Mikrofasertüchern für einen guten und fairen Kurs bestellen konnte.

Dann gings los... ;)

 

Ich muß zu meiner Schande gestehen, dass mir direkt zu Beginn ein dicker Anfängerfehler unterlaufen ist, indem ich sofort mit der heftigsten Politur ("Heavy Cut Compound") und mit flachem Polierschwamm, welche ich von der Handhabung noch nicht "im Griff" hatte, gleich mehrmals über die Sicke kurz vor der Haubenkante vorne gegangen bin...

Tja, und da war es dann auch schon passiert: die Grundierung schimmerte weißlich durch den tornadoroten Lack... Scheiße...! :(

 Hm, allem Anschein nach war diese "Schleifpolitur" für stark verwitterten Lack wohl doch etwas zuviel des Guten...

 

Ich habe dann den gewaffelten Polierschwamm mit der normalen Politur ("PF 2200") für die Beifahrerseite der Haube genommen und siehe da, schon nach zwei Durchläufen und etwas mehr Übung in der Handhabung der Maschine war ein durchaus brauchbares Ergebnis erzielt.

Ich habe dann den oberen Bereich, welchen ich noch unbehandelt gelassen hatte, mal zum Vergleich mit einem Hand-Polierschwamm und der Politur behandelt, mußte aber nachher doch feststellen, dass das Ergebnis mit der "Makita" um ne ganze Ecke besser ausgefallen ist, als das per Hand... und es obendrein nicht so anstrengend war! ;)

Wichtig ist, dass man die Kanten nur ganz vorsichtig und ohne zuviel Anpressdruck poliert und den Polierschwamm nicht "dagegen" laufen läßt. Eine Erfahrung aus dem heutigen Tag, die ich mir leider mit drei weißen Stellen an der Motorhaube "erarbeitet" habe...

Naja, aber ist nunmal passiert, für´s nächste Mal bin ich schlauer!

 

Nachdem ich die Haube dann noch einmal komplett mit der "PF 2200" und danach noch zweimal mit der "Super Finish"-Politur und einem etwas weicheren, glatten Polierschwamm bearbeitet hatte, kam als Abschluß die Versiegelung in Form eines Wachsauftrags.

 

Hier habe ich mich nach einigen Überlegungen für das "Collinite S 476" entschieden, denn das "Tech Wax 2.0" von Meguiar´s (welches ich ja bisher verwendet habe...) ist echt der letzte Scheiß, die Standzeit ist bei einem Fahrzeug, welches im Sommer fast nur draussen steht, mit geschätzt 2-4 Wochen echt hundsmiserabel!!!

Ich hoffe, dass das "Collinite" mehr kann!   Wehe nicht...!

Nachdem ich mit der Haube vorne fertig war, hatte ich keine Lust mehr, denn mit all den vorangegangenen Arbeiten hatte ich fast den ganzen Tag zugebracht... irgendwann ist dann halt auch mal gut und somit habe ich Feierabend gemacht und mir auf die getane Arbeit erstmal nen Bierchen getrunken... ;)

Die Haube sieht mit Ausnahme der durchpolierten Stellen ganz gut aus, bin mal gespannt, wie lange dieser Eindruck anhält.

 

Nachdem ich die Murmal dann wieder unter den Balkon gestellt hatte, fing es auch an zu regnen und ich konnte der Wasserperlenbildung auf der Haube zusehen... Sehr entspannend...! ;)

Samstag, 15.07.2017: vermutlich Ende der Saison gibt es eine weitere technische Veränderung am 16V. Ich bin die Kurbelei beim rangieren leid und habe mir eine gebrauchte Servolenkung aus einem Golf II gegönnt...

Diese wird aber erstmal komplett aufgefrischt und aufgearbeitet, bevor sie dann verbaut wird, also noch etwas Geduld...

Samstag, 22.07.2017: Heute gab es einen kleinen Eingriff, der Öltemperaturfühler von BERU, welchen ich vor ein paar Jahren eingebaut hatte, zeigte immer falsch an (wie ich seit heute nachmittag weiß, so ca. 20° Grad zu wenig.) Tja, und sowas nervt halt irgendwann...

 

Ich hatte noch einen neuen Originalen in meinem Ersatzteillager, diesen aber irgendwo zwischen Teilen, deren genaue Zuordnung ich bisher nicht kenne, da das Teil aber Modellübergreifend verbaut wurde, habe ich kurz die Ersatzteilnummer gegooglet und festgestellt, dass es der richtige Temperaturfühler für den 16V ist. Somit wurde er heute gegen das falsch messende Teil von BERU getauscht und siehe da, ich hab beim Fahren eine Öltemperatur zwischen 96 und 100 ° Grad.  :)

 

 

 

 

 

 

Alle Teile eines Käfers...

...so in etwa sieht das Puzzle aus, was ich demnächst wieder zusammensetze... ;)