Teil 7

 

Sonntag, 22.06.2014: Heimarbeit...

Wie schon Donnerstag, so war auch heute das reinigen von einigen Motorteilen angesagt, ich habs mir auf dem Balkon bequem gemacht, mir die Sonne (wenn sie denn schien...) auf den Pelz brennen lassen und mir dabei die Teile eins nach dem anderen vorgeknöpft...

Wie auch schon Donnerstag festgestellt, kriege ich die Teile nicht in einen neuwertigen Zustand versetzt, aber der 16V hat Patina und von daher ist das auch an den Motorteilen in Ordnung.

 

Hier die Teile, welche ich heute geschafft habe:

Nachtrag: ein Teil hab ich dann doch noch gemacht, allerdings hab ich da 2 Stunden drangesessen...

Das Problem: in der Vergangenheit hat der Motorraum mal ne Wäsche bekommen und wurde danach mit Wachs eingesprüht (ne Methode bei dem ein oder anderen Händler, um die Gebrauchtwagen aufzuhübschen, haben wir früher auch gemacht...), dieser Wachs hat über die Jahre eine harte und mit nichts anzulösende Schicht auf den Gummiteilen gebildet, sodass ich mit einem Schweizer Taschenmesser und stoischer Ruhe diese Waschs-Schicht abgekratzt habe...

Montag, 23.06.2014: Kurz und knapp, heute wurde nur weiter gereinigt, allerdings hatte ich heute wirklich überhaupt keine Lust...

Na, kommt vor. Kann ich mir aber nicht erlauben, wenn ich den 16V die nächsten zwei bis drei Wochen wieder auf die Strasse bringen will! :(

Der Kack-Wachs sitzt auch auf dem Schloßträger BOMBENFEST...!

Da scheuert man sich selbst mit nem in Reinigungs-Benzin getränkten Lappen immer noch die Finger wund...! F...!!!

Wird Zeit, dass der Nachschub an Ballistol-Öl anrollt!

(Das kann dann nen paar Tage einwirken, hoffentlich hilft das dann.)

Na, zumindest kam schonmal der neue Ölkühler.

Bezüglich des Motors ist die Entscheidung gefallen, dass der Block zum Planen geht... also alles mitsamt Getriebe ausbauen, was dann am Freitag / Samstag über die Bühne gehen wird, denn vorher hab ich für diesen Arbeitsumfang keine Zeit.

Bis dahin wird weiter geputzt, wobei der Dienstag schonmal wegen einer Fortbildung wegfällt, weshalb ich da nicht in der Firma bin.

Dienstag, 24.06.2014: Ich habe heute einen Zylinderkopf gekauft...

Er ist überarbeitet / optimiert, stammt laut Teilenummer von einem KR-Motor und soll laut Verkäufer plan sein, er hat ihn angeblich mit einem Haarlineal kontrolliert. Zudem sind die Kanäle erweitert und geglättet (mal sehen, WIE glatt sie sind, evtl. wird wieder aufgeraut, da sich bei ganz glatten / polierten Ansaugkanälen die eingespritzten Kraftstoffpartikel aufgrund fehlender Verwirbelung an den Wandungen absetzen und es so zu einer ungewollten Abmagerung und evtl. zu Tropfenbildung und unkontrollierten Verbrennungen kommen kann... Kein Scherz!

Nicht umsonst werden mittlerweile "Golfball"-Design-Oberflächen in die Ansaugkanäle der High-Tech-Zylinderköpfe gefräst!) und die Ventile strömungsgünstig bearbeitet und poliert, sowie die Ventilsitze nachgearbeitet und die jeweiligen Ventile darauf eingeschliffen.

Zudem ist der Kopf komplett im Heißbad mehrfach gereinigt worden. Ich bin ja mal gespannt...

Zur Not hab ich das Teil ja per Paypal bezahlt und werde es ggf zurückgehen lassen, falls sich Zweifel an der Qualität der Arbeiten bzw. des Bauteils einstellen sollten, was ich aber nicht hoffen will!

Ausserdem hab ich heute noch eine neue Lambdasonde sowie einen neuen Klopfsensor (beides von Bosch) sowie neue Zylinderkopfschrauben von "Elring" bestellt...

Wie man sieht, rinnt mir das Ersparte (und damit u. a. mein Sommerurlaub...) wiedermal durch die Finger... :(

Aber mal ehrlich: Was bleibt mir anderes übrig?

Aufgeben und das Ding in diesem Zustand verkaufen?!

Mit Sicherheit nicht!!!

Den Wagen mit günstigen Gebrauchtteilen wieder fahrbereit machen?

Hmm, klar, wäre billiger, aber bei dem Arbeitsaufwand, der da hintersteckt, würde es mich nicht zufriedenstellen...

Also geht nur "wenn schon, denn schon...!" ;)

Mittwoch, 25.06.2014: Da ich ja heute wieder normal arbeiten war, gings also auch am 16V weiter.

Ich hab heute den Schloßträger im Sichtbereich soweit von dem sch... Wachs befreit (das Bild mit dem Haubenschloß läßt erahnen, wie dick der Wachs dort war...) und anschließend einmal mit Ultra-Gloss nachpoliert...

Sieht schon ganz gut aus und ich bin zufrieden.

 

Zudem habe ich bei den Kabelsträngen mit der Reinigung angefangen, auch dies eine "wunderschöne" Arbeit! ;)

Nachdem ich mit dem ersten Kabelstrang fertig war, wurde der erstmal sicher in ner Tüte verpackt...

 

Dann kamen heute noch Ersatzteile, zum einen nötiger Ersatz für die untere Zahnriemenabdeckung, welche es noch original bei VW zu ordern gibt (genauso wie die obere...!), sowie ein Satz Silicon-Wasserschläuche. Wie schon erwähnt, hatte ich ja bei dem ein oder anderen alten Schlauch echte Bedenken, diesen weiterzuverwenden, weshalb ich mich nun für diese Lösung entschieden habe.

Ich hoffe, die Schläuche passen auch so gut, wie es die originalen tun...!

 

Sodann, hier die Bilder (Bild 7 zeigt übrigens den alten unteren Zahnriemenschutz, welcher vom Schwingungsdämpfer durchgerieben wurde):

Freitag, 27.06.2014: Soo, morgen kommt der ganze Gulasch aus dem Golf, sprich Motorblock und Getriebe werden ausgebaut und dann gehts weiter mit dem Reinigen und Zerlegen des Blocks zum Planen der Dichtfläche.

Ich will hoffen, dass diese Arbeiten gut voran kommen, denn ich will endlich wieder fahren!!! :(

Gut, der 5er ist auch nen schönes Auto, aber der 16V macht mir persönlich einfach mehr Spaß.

Heute hab ich dann, zwecks besserer Zugänglichkeit für den angerosteten Batterieboden, die Stoßstange vorne, sowie den Schloßträger und Kühler demontiert.

Zudem wurden die Antriebswellen schonmal losgeschraubt und das Schaltgestänge entfernt.

Ausserdem wurde weiter gereinigt und auch schon ein (zugegeben kleiner) Teil der Lackschäden im Motorraum ausgebessert...

 

Hier die Bilder:

Samstag, 28.06.2014: Heute war ich wiedermal früh in der Werkstatt, der Motor mitsamt Getriebe musste ja schließlich ausgebaut werden, was aber bedingt durch die Vorarbeit der letzten Tage nicht allzu schwer sein sollte und letztendlich auch nicht war... ;)

Nachdem der Motor dann raus war, wurde das Getriebe abgeschraubt, ebenso die Kupplung und alle Halter.

Der Motorblock wurde daraufhin mit einer Mischung aus Spüli und dem Motorradreiniger, und hinterher (als nichts anderes mehr half...) mit Nitro-Verdünner abgewaschen und geschruppt...

Danach nochmal mit Spüli und Wasser abgewaschen...

Das Ergebnis nach gut zwei Stunden Arbeit ist akzeptabel, aber noch nicht gut genug. Ich will den Block noch sauberer haben und anschließend schwarz lackieren.

 

Zudem wurde heute natürlich in der verbliebenen Zeit weiter gereinigt... ich hab bei dieser Tätigkeit den Eindruck, als hätte ich da noch Jahre zu tun...!

Aber, alles Jammern hilft ja nix, da muss ich nun durch.. ;)

 

Die Bilder vom heutigen Tag:

Montag, 30.06.2014: Der 16V musste heute wieder aus seinem Wochenend-Domizil... ;)

Er steht jetzt vorne sehr hoch... kein Wunder, fehlt ja auch jegliches Gewicht im Motorraum!

 

Heute kamen übrigens die Zylinderkopfschrauben sowie der Klopfsensor und die Lambdasonde, wiedermal bei "Partsrunner" bestellt und schnell geliefert!

Meine bisherigen Erfahrungen mit dem Shop sind durchweg gut. Vor allem, weil er übersichtlich aufgebaut ist und alternative Angebote zum jeweils gesuchten Ersatzteil macht.

 

Viel machen konnte ich heute allerdings nicht, eine halbe Stunde reinigen war drin, ansonsten hatte ich heute Abend recht früh ne Einheit bei meinem Krankengymnasten, der sich um meine Schulter kümmert, daher fielen die sonstigen 45 Minuten nach Feierabend weg...

Dienstag, 01.07.2014:  Auch heute wieder: REINIGEN...! ;)

Ich hab heute allerdings ne Stunde ehr Feierabend gemacht und die Zeit genutzt. Zwei Kabelbäume hab ich fertig gereinigt, die Kabelisolierung von einem Teilstück muß aber ersetzt werden, denn das Zeug dort ist brüchig, weshalb ich es aufgeschnitten und entfernt habe.

 

Zudem hab ich heute die Ecke hinter dem rechten Stoßdämpferdom lackiert, diese war besonders häßlich, da dort der alte Lack sehr offenporig ist und zudem teilweise Lack-Mangelstellen bestanden.

Das Ergebnis ist nicht hundertprozentig, aber für den Motorraum soll´s mal reichen, denn SO genau guckt eh niemand hin (und falls doch, ist´s mir wurscht...! ;).

 

Zuletzt hab ich noch den Kupplungszug und die Tachowelle ausgebaut.

Mittwoch, 02.07.2014: Das reinigen nimmt kein Ende... ;)

Heute waren die Längstträger dran, diese waren (ebenso wie der gesamte Motorraum...) sehr stark verschmutzt und da sie (hoffendlich...! ;) nie wieder besser zugänglich sind, hab ich die Vorreinigung durchgeführt. Allerdings bin ich noch nicht ganz fertig geworden.

Was die Tage dann noch folgt, ist das Ausbessern der kleinen Roststellen im Motorraum und das anschließende lackieren dieser Stellen.

Zudem wird auch auf der Fahrerseite der Bereich hinter dem Stoßdämpferdom auslackiert.

Dann hatte ich heute ein Gespräch mit einem Motoreninstandsetzer aus Bochum, (André ist leider drei Wochen im Urlaub...! Na, es sei ihm gegönnt! :), der sich auf ne Mail von mir gemeldet, und mit mir die Sache bezüglich der Motorblock-Instandsetzung durchgesprochen hat...

Nun, ich halte recht viel von dem Betrieb, denn die haben damals einen Zylinderkopf für meinen alten Passat bemacht, welcher wirklich gut geworden war, zudem bringt unsere Firma dort auch manchmal Motorkomponenten hin.

Alles was er sagte, klingt durchaus logisch und ist nachvollziehbar, allerdings schockte mich der Preis dann doch...

Nun, ich werde da mal ne Nacht drüber schlafen müßen und mir Gedanken machen, inwieweit ich nicht doch das ein oder andere in Eigenleistung mit unseren Firmenmitteln erledigen kann.

Dies soll jedoch nicht bedeutet, dass an der falschen Stelle gespart werden soll, aber wenn ich ehrlich bin, so geht mir gerade allmählich aber sicher das Geld aus...

(Das Kapitel "Motor" sollte ja auch nach ursprünglicher Planung erst 2015 angegangen werden!!! Dieses Jahr sollte EIGENTLICH nur die G60-Bremse vorne mitsamt Stahlflex-Leitungen rundum verbaut, und der 02A-Getriebe-Umbau erledigt werden...

Naja, wie heißt es noch so schön?! "Und erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt...!")

Ein Grund dafür sind natürlich die ganzen Ersatzteile, welche ich seit Anfang des Jahres für die "geplanten" Umbauten zusammengekauft habe und jetzt aktuell die Investitionen in den Neuaufbau des Motors, für den auch heute wieder zwei Positionen eintrudelten, nämlich einmal die Kolbenringe vom Hersteller "Kolbenschmidt" und die KW-Hauptlager vom Hersteller "Glyco", beides im Standard-Mass bestellt / geliefert.

Leider kriegt man die Brocken ja nirgends geschenkt... ;)

 

So, hier die heutigen Bilder:

Donnerstag, 03.07.2014: Das gestrige Telefonat mit dem Motoreninstandsetzer hat mir keine Ruhe gelassen, ich wollte wissen, wie es um den Zustand des Blocks steht und ob wirklich all das bei fast 235000 km eingetroffen ist, was er mir so erzählt hat.

Eins vorweg: Ich will sein Fachwissen hier in keinster Weise in Frage stellen! ER ist der Experte, wenn es um Motoren geht, nicht ich! Zumal auch André mir aus der Sichtweise des Motoreninstandsetzers zu der ein oder anderen Arbeit geraten hatte. Die Frage die sich mir stellt, ist auch nicht "OB", sondern "WER" diese Dinge macht...

Klar dürfte sein, dass, um so mehr Arbeiten ich selbst erledige, die endgültige Rechnung nicht ganz so herbe ausfallen wird und ich nicht ganz pleite bin, wenn der 16V wieder läuft...

Andererseits will ich auch, dass es gescheit wird und der Motor hinterher für die nächsten Jahre erstmal keinen Ärger mehr macht! Somit gilt es, die eigenen Fähigkeiten richtig einzuordnen und sich nicht zu überschätzen (allerdings sich auch nicht vor der ein oder anderen Arbeit "in die Buxe zu machen", nur weil man sie vielleicht zum ersten Mal macht... ;).

Unter diesen Gesichtspunkten bin ich dann heute erstmal an den Block herangegangen und habe die Kolben gezogen.

Was darauf folgte, war die Sichtprüfung auf sichtbare Beschädigungen...

Die optische Prüfung ergab ein paar kleinere Riefen am Kolben vom ersten Zylinder, ebenso sind minimale Riefen in der Laufbahn des ersten Zylinders zu sehen, aber nicht zu fühlen (Fingernagelprobe... ;), weshalb ich mir hier nicht allzugroße Sorgen mache, das Thema aber beim Motoreninstandsetzer nochmal anspreche.

Da sonst nichts festgestellt wurde, habe ich unser Messwerkzeug zusammengesucht und mich, nachdem ich den "Mikrofisch" (Reparaturleitfaden auf Mikrofilm alá James Bond..., zum lesen dieses Leitfadens wird ein entsprechendes Lesegerät benötigt, welches wir zum Glück nie weggeschmissen hatten und welches auch noch leidlich funktioniert!) studiert und die entsprechenden Daten abfotografiert hatte, an die Vermessung der Kolben und Zylinder gemacht...

Die Ergebnisse stimmen mich wieder positiv! :)

ALLES ist noch im Soll!!!    Fettes Grinsen!

Bei allen gemessenen Daten bin ich noch im Grundmaß !!! und wenn es abweicht, bin ich noch innerhalb der vom Werk vorgegebenen Toleranzgrenzen!

Puh... Glück gehabt!

Ich habe also einen Motor, der sich trotz der relativ hohen Laufleistung in einem (vom entstandenen Schaden durch die durchgebrannte Zylinderkopfdichtung einmal abgesehen...) guten Zustand befindet und vermutlich noch ein paar Jahre Freude machen wird, stetige Ölwechsel und "Gasfuss mit HIRN!" vorausgesetzt...!

Ob das an der Kolbenbodenkühlung liegt, die der 16V-Motor ja besitzt?!? Schließlich wird da ja stetig Öl unter die Kolben gespritzt und dieses sorgt somit nebenbei noch für eine zusätzliche Schmierung der Zylinderlaufflächen...

Grübel... ;)

 

Morgen werde ich dann mal gucken, ob die Kolben in unser Ultraschallbad passen, wenn ja, werden die da erstmal gereinigt...!

Danach werde ich dann die Kolbenringe vermessen.

Naja, wie gesagt; Morgen...! ;)

Nachtrag: Die Kompressionsringe des Motors haben übrigens DOCH diese Federringe...! Hab ich mich also nicht geirrt! ;)

(Sieht man gut auf den Bildern des einzelnen Kolbens!)

Freitag, 04.07.2014: Wie schon angekündigt, wurden heute die Kolben im Ultraschallbad gereinigt. Für mich das erste Mal, dass ich ein Ultraschallbad einsetze, von daher war ich Anfangs voller Erwartungen und zugegeben auch etwas fasziniert, als ich den ersten dreckigen Kolben ins Bad tauchte und dieses Zierpen hörte und sah, wie sich die ersten Dreckpartikel ablösen... ;)

Schlußendlich muß ich sagen, dass es eine gute Methode ist, die Bauteile zu reinigen, allerdings war ich mir nicht ganz sicher, wie es das Material verträgt und habe deshalb den Kolben vom ersten Zylinder (der mit den leichten Schrammen) als "Versuchskarnickel" genommen...

Nachdem ich erst nur auf der sanften Reinigungsstufe war, hab ich nach 2 Stunden auf die starke Reinigungsstufe umgestellt und nach weiteren zwei Stunden den Kolben herausgenommen und das erste Mal genauer begutachtet. Er war schon gut sauber geworden, aber nach dem Entfernen der Kolbenringe war in den jeweiligen Nuten noch genug Dreck vorhanden...

Also nochmal rein mit dem Teilchen... ;)

Gut, ging dann auch nicht ganz weg, worauf ich den Rest der Ablagerungen aus den Nuten dann so entfernt habe, wie ich es halt am besten kann: per Hand! ;)

Das Ergebnis kann sich im Vergleich mit einem noch unbehandelten Kolben sehr wohl sehen lassen!

Ich bin damit auf jeden Fall sehr zufrieden! :))

Daraufhin habe ich die drei anderen Kolben ebenfalls noch ins Bad getan, diesmal sofort auf "volle Pulle" aufgedreht und die Kolbenringe nach einer halben Stunde entfernt... nach einer weiteren Stunde mit ein paar Mal drehen und von rechts nach links tauschen, waren dann auch die Kolben vom zeiten und dritten Zylinder soweit, dass ich mit der Handbearbeitung weitermachen konnte, während dessen der vom vierten Zylinder beschallt wurde...

Letztendlich stand ich mit vier sauberen Kolben da, bereit zum Bestücken mit den neuen Kolbenringen, was ich aber erst mache, wenn ich den Block vom Planen zurück habe und es an den Zusammenbau geht.

Das Ergebnis ist auf jeden Fall sehr ansehnlich, wenngleich es auch gedauert hat und etwas Handarbeit nötig war, so hab ich mir zumindest diesen Arbeitsschritt beim Motoreninstandsetzer schonmal gespart! :)

Nach dem reinigen wurden die Kolben übrigens mit Druckluft trockengeblasen und anschließend die Pleuelaugenbuchsen und Lagerbolzen mit "Ballistol" eingesprüht, um möglicher Korrosion vorzubeugen.

Die Pleuelaugenbuchsen weisen übrigens kein Spiel auf, weshalb sie nicht ersetzt werden.

Wieder Geld "gespart"... :)

Nach dem ablassen des Wassers war übrigens noch recht viel Dreck in der Wanne des Ultraschallbads, zu sehen auf dem letzten Foto. Insgesamt wurde zweimal neu aufgefüllt.

 

Nachdem ich mit den Kolben fertig war, hab ich mich in der verblieben halben Stunde noch um den Ausbau der Kurbelwelle gekümmert, leider konnte ich sie dann aufgrund der knappen Zeit nicht mehr vermessen, was ich nun am Montag erledigen werde.

Eine erste Inaugenscheinnahme der Lager sowie der Laufflächen der Wellenlagerung stimmt aber schonmal zuversichtlich, dass es am Montag keine negativen Überraschungen gibt...

Samstag, 05.07.2014: Am Samstag bin ich ins Sauerland gefahren, einerseits wegen unserem Schützenfest (DAS Fest in den Städten / Dörfern im Sauerland... ;) und andererseits, weil in einer meiner Garagen ein recht großes Gerät steht, welches ich vor zwei Jahren angeschafft habe, aber seitdem noch nie in Betrieb genommen habe...

Die Rede ist von meiner Sandstrahlkabine.

Damals gekauft, um kleinere Strahlarbeiten nicht ausser Haus geben zu müssen, war dies aber seitdem nicht nötig geworden... JETZT aber! ;)

Nachdem ja die Anbauteile des 16V-Motors genauso aussehen wie der Rest, wollte ich die in diesem Zustand nicht wieder verbauen... auch wenn das eindeutig eine Abkehr der Aussage "Patina im Motorraum ist ok..." bedeutet, gibt es halt auch Grenzen.

So habe ich die Teile in meiner Strahlkabine nach einer Vorreinigung, wo Öl und Fettreste entfernt wurden, mit feinem Korund-Strahlmittel schonend von altem Dreck, Rost und Lack befreit.

Vorteil ist, dass bei der Größe der Strahlmittelkörper die Oberfläche nicht angegriffen wird, Nachteil ist dann allerdings eine längere Bearbeitungszeit, was in Zahlen ausgedrückt für die gezeigten Bauteile 3,5 - 4 Stunden Arbeit bedeutet.

Macht aber nix, dafür stimmt das Ergebnis.

Zudem hab ich dann auch schon angefangen, ein paar der Bauteile in Vaters Garage zu lackieren. Auch das Ergebnis ist gut geworden, wobei hier natürlich auch keine Hochglanz-Lackierungen vonnöten sind (was bei Matt-Schwarz selbst einen Profilackierer vor unlösbare Probleme stellen würde... ;))).

Die restlichen Teile werden dann die Woche über lackiert.

 

Hier jetzt mal Fotos der Aktion:

Montag, 07.07.2014: Wie am Freitag vorgenommen, habe ich heute die Kurbelwelle vermessen. Nach meiner ersten Einschätzung am Freitag sollte ja alles in Ordnung sein, was zum Glück auch tatsächlich so ist!

Wie schon beim Block, so auch jetzt bei der Kurbelwelle:

ALLES im Grundmaß! :)

Somit sind die neuen Lager und Kolbenringe im Standard-Maß genau die richtige Größe und werden logischerweise verbaut.

Diese Arbeiten werde ich selbst erledigen, denn das traue ich mir zu.

Wo ich noch ein wenig mit mir hardere, ist das Honen der Zylinder (Honen ist ein Kreuzschliff der Zylinder-Laufflächen, wodurch dort die Oberflächenstruktur leicht angeraut wird, sodass mehr Öl anhaftet und die Schmierung der Kolben verbessert)... Ich weiß, wie es gemacht wird und ich habe mir auch eine Hon-Bürste bestellt (und schon bekommen...), aber ich werde es erst an ein paar alten Käfer-Zylindern üben, die ich noch in meinem Ersatzteilfundus rumliegen hatte und die auf JEDEN Fall gehont werden müssen, da deren Laufflächen wie poliert sind und die so eh nicht wieder verbaut werden könnten! Mal sehen, wie die werden... wenn dort das Ergebnis stimmt, werde ich den 16V-Block ebenfalls selber honen und mir das Geld für diesen Arbeitsumfang beim Motoreninstandsetzer sparen können...

Mittwoch, 09.07.2014: Wiedermal wurden diverse Anbauteile des Motors einer gründlichen Vorreinigung unterzogen.

Die meisten dieser Teile werden am kommenden Wochenende im Sauerland in die Strahlkabine wandern, um dort den letzten Schliff zu bekommen. Anschließend werden sie dann mit Motorlack lackiert.

 

Da heute der Kaltreiniger kam, habe ich auch die demontierten Ölspritzdüsen der Kolbenbodenkühlung ausgebaut und in dem Kaltreiniger eingelegt. Dort bleiben diese erstmal bis morgen früh, ggf auch noch länger, falls das nötig sein sollte.

Nach einem erneuten Telefonat mit dem Motoreninstandsetzer und einer Schilderung meinerseits bezüglich der schon von mir durchgeführten Arbeiten und geplanten Eigenleistungen, waren wir dann letztendlich bei humanen 200 € für das planen, honen sowie reinigen und lackieren des Motorblocks...

DAS hört sich schon viel besser an, als der zuerst genannte Betrag! :)

Ich werde den Block übrigens nicht selber honen, irgendwie ist es mir dann doch zu heikel... allerdings werde ich es trotzdem mal an den alten Zylindern des Käfermotors ausprobieren...

 

 

 

 

 

 

Alle Teile eines Käfers...

...so in etwa sieht das Puzzle aus, was ich demnächst wieder zusammensetze... ;)