Teil 5

 

Dienstag, 08.03.2016: Anlasser Teil 2...! Heute kam der Richtige! :)

Also rein mit dem Teil, diesmal waren ja alle Schrauben / Muttern gangbar, schließlich hatte ich sie ja schon am Samstag alle einmal in der Hand gehabt... Nach dem Einbau war dann beim ersten Starten auch kein Kreischen mehr zu hören... vielleicht mache ich ne kleine Sammlung in der Nachbarschaft, dürften einige froh sein, dieses Geräusch morgens nicht mehr zu hören...! ;))

Dienstag, 09.03.2016:

Heute haben wohl einige in unserer Strasse verschlafen...! ;D

Freitag, 11.03.2016: Heute habe ich die Zeit nach Feierabend wieder genutzt und habe am GTI geschraubt. Es hört halt nicht auf, dass mir irgendwas auffällt, was entweder noch defekt ist, oder aber stark verbesserungswürdig... ;)

Mir war zum Beispiel auf der A44 vor Bochum aufgefallen, dass der Wagen vor allem hinten stark anfängt zu wippen, da in diesem Abschnitt die Fahrbahn sehr wellig ist...

Weil ich die hinteren Stoßdämpfer noch nicht ausgetauscht hatte, wurden diese ausgebaut und geprüft. Ergebnis: der hintere linke Stoßdämpfer hatte nur noch eine schlechte Druckstufe, aber GARKEINE Zugstufe mehr!! Schlichtweg Schrott! 

Also auch hinten zukünftig "Bilstein B4"-Gasdruckdämpfer!

Hier habe ich wirklich gute Erfahrungswerte und die Teile kosten pro Stück nur 40 €!

Und diese schönen Teile habe ich eben eingebaut, allerdings wurden alle sonstigen Teile von den alten Dämpfern übernommen, schließlich waren die Anschlagpuffer erst vor 20.000 km ersetzt worden! Hier die Fotos:

Auf dem Weg nach Hause ist mir dann prompt das wesentlich bessere Ansprechverhalten der hinteren Dämpfer aufgefallen, jetzt ist das Fahren wirklich eine harmonische Sache! :) Schön, hat sich gelohnt!! :)

Samstag, 12.03.2016: Der Vormittag war wieder mal meinem GTI gewidmet, er sollte eigentlich nur gewaschen werden und ich wollte noch fix den Pollenfilter ersetzen, daraus wurde aber nix, da der Ölverlust ja noch nicht behoben ist, weshalb ich dann heute zwar den Pollenfilter und noch den Luftfilter ersetzt habe, aber dann angefangen habe, die "Ölsardine" zu reinigen... Gut, vielleicht etwas übertrieben, denn so heftig ist der Ölverlust dann auch wieder nicht, aber dadurch, dass er halt schon etwas länger vorhanden ist, war so ziemlich jeder Winkel des Motors mit einem schmutzigen Ölfilm überzogen und das zu reinigen dauert halt auch etwas.

Nach dem Abbau der Motordesignabdeckung habe ich dann noch das "VW"-Emblem mit Zweikomponentenkleber verklebt, da sich hier im Laufe der Jahre die Rastnasen "weg-vibriert" haben und das Emblem nur noch lose auflag.

Ausserdem habe ich zwecks Prüfung mal die Zündspule vom ersten Zylinder demontiert und einen Blick in den Kerzenschacht geworfen... Wie erwartet stand dort Öl!

Ich hatte die Ventildeckel-Dichtung ja von Anfang an in Verdacht... Nachdem ich das meiste Öl mit einem Putzpapierstreifen, welchen ich in eine dicke Büroklamer eingequetscht hatte, aus dem Kerzenschacht herausbekommen hatte, habe ich die Kerze herausgeschraubt, um mir mal das Kerzenbild anzusehen, welches aber ok ist.

Somit verbleiben die Kerzen noch bis zur Reparatur der VDD im Motor. All diese Dinge (und ebenso den Zahnriemenwechsel) werde ich erst nach Ablauf der Saison in Angriff nehmen, denn dann habe ich für diese doch recht umfangreiche Arbeit mehr Ruhe.

Hier mal die Bilder des heutigen Samstags:

Als ich den Wagen wieder fahrbereit hatte, bin ich ins Sauerland zu meinen Eltern gefahren. Und nach den Arbeiten, die dort so anstanden, hatte ich noch etwas Zeit für den 4er, welche ich damit zugebracht habe, den Beifahrersitz etwas aufzuhübschen, indem ich mit einem Langhaarrasierer mal die ganzen Faserknötchen von den Sitzwangen der Rückenlehne entferne!

Gut, der ein oder andere mag jetzt darüber den Kopf schütteln, aber das Ergebnis spricht für sich und ich kann es empfehlen... ;))

Beim Fahrersitz ist allerdings "Hopfen und Malz" verloren, der Lehnen- wie aber auch der Sitzbezug unten haben den Zenit der Zeit überschritten und werden bei Zeiten ausgetauscht werden müßen, da hier mit Hausmittelchen nix mehr zu retten ist... Gleichwohl sind die beiden Bezüge meine "Testkarnickel", wenn´s an die Reinigung der restlichen Ausstattung geht.. ;) Sodann, jetzt ist Wochenende!!! ;)

Samstag, 19.03.2016: Ich mußte heute regulär arbeiten, von daher hatte ich keine Zeit, irgendwelche größeren Reparaturen durchzuführen, aber eine Kleinigkeit habe ich dann doch nach Feierabend noch verbaut: die Pendelstütze des Getriebes!

Ich hatte ja erwähnt, dass der Wagen eine etwas ausgeprägtere Lastwechselreaktion hat, als dies eigentlich üblich ist, deshalb fange ich mal mit diesem Teilchen an, welches halt die "Pendel"-Bewegungen der Antriebseinheit reduzieren soll... Natürlich ist die Pendelstütze nicht das einzige Bauteil, welches Einfluß auf die Lastwechselreaktionen des Motors und des Getriebes hat, aber es ist das einzige Teil, welches innerhalb von 10 Minuten ersetzt ist! ;)

Sodann, hier die Bilder von der Aktion, man beachte die identische Gussform der beiden Bauteile und mache sich so seine Gedanken...! ;)

Zudem habe ich die letzte halbe Stunde noch genutzt und die Kotflügelauflagen und Kotflügelkanten zum Motorraum hin zu reinigen, ebenso die Dome...

Auf der Heimfahrt konnte ich dann zwar auch eine Verbesserung im Lastwechselverhalten feststellen, aber unterbunden bzw. wirklich eingedämmt ist es noch nicht, ich werde also bei Zeiten mit den beiden seitlichen Lagern der Motor / Getriebe-Aufhängung weitermachen, welche ich auch schon geordert habe...

Karsamstag, 26.03.2016: An den Osterfeiertagen bin ich im Sauerland bei der Familie, aber der Samstag ist ja Schraubertag, von daher wurde was am GTI gemacht! :)

Die Türdichtungen vorne waren ja nicht mehr so schön, auf der Beifahrerseite hatte sich der weiße Streifen, welcher den Übergang zum Himmel bildet irgendwann mal gelöst, ich hatte ihn zwar lose beim Kauf mit dazubekommen, aber das ankleben kann man vergessen, taugt nix!

Auf der Fahrerseite hatte mal ein Raucher seine Asche bzw. seine Kippen aus dem Fenster entsorgt (Arschloch, sowas macht man nicht!) und hatte unachtsamerweise dabei zweimal den besagten Streifen mit der Zigarette berührt und somit beschädigt...

Also hatte ich im Netz nach brauchbarem Ersatz gefahndet und war auch fündig geworden, zu einem adäquaten Preis.

Der Einbau ist allerdings nicht ganz einfach, man muß dafür die B-Säulen-Verkleidungen und die Schwellerabdeckungen sowie die seitlichen Armaturenbrett-Deckel demontieren. Da ich aber die Schwellerabdeckungen und die unteren B-Säulen-Verkleidungen eh noch in Seidenmatt-Schwarz lackieren wollte, traf sich das ja gut und wurde in einem Abwasch erledigt.

Da das Wetter sonnig und mit 10 Grad auch nicht allzu kühl war, hab ich diesmal draussen geabeitet.

Hier die Bilder der Aktion inkl. einiger Anmerkungen dazu:

Wie man sieht, habe ich auch noch die Pedalgummis gereinigt, da diese voller Dreck waren.

 

Abends hab ich dann noch etwas Langeweile gehabt, deshalb habe ich den GTI in die väterliche Garage geholt und die C-Säulen-Verkleidungen so gut es mir mit Fleckenwasser (ist eigentlich Reinigungsbenzin...) möglich war bearbeitet... Das Ergebnis ist nicht perfekt, aber zumindest sieht es besser aus als vorher! Somit soll´s erstmal reichen...

Ausserdem wurde die korrekte Feinstaubplakette angebracht und mal durch den Motorraum gewischt... ;)

Zum Abschluß habe ich dann noch ein paar Aufnahmen vom Istzustand des Innenraumes gemacht, bis auf die Sitze, welche jetzt noch nicht mit Polsterreiniger bearbeitet wurden, da das nasse und kalte Wetter eine Trocknung sehr hinauszögern würde, bin ich soweit ganz zufrieden, was aber halt nicht bedeutet, dass ich damit fertig bin...! ;)

Danach war dann Feierabend & Wochenende! Ostern kann kommen! :)

Dienstag, 29.03.2016: Die nächsten Tausend sind fällig... (zum Glück nur Kilometer...! ;)

Freitag, 01.04.2016: Ab heute ist diese Saison für den 4er GTI erstmal vorbei, was allerdings nicht bedeutet, dass es nicht weiter geht mit den Arbeiten an ihm... ;)

Samstag, 02.04.2016: Der Tag startete recht früh mit 3 Grad und der Möglichkeit, hier mal drei meiner Gölfe nebeneinander abzulichten... ;)

Samstags wird aber auch geschraubt! :) Denn der Zahnriemen macht sich ja nicht von alleine... Dementsprechend habe ich also heute damit angefangen, den Zahnriemen auszubauen und mal nach der Ursache für den Ölverlust zu suchen. Der Ausbau des Zahnriemens ist nicht ganz so einfach, da der Motorhalter rechts sinnigerweise DURCH den Riementrieb geführt wurde, sodass man diesen erst lösen (und am besten rausfriemeln, sowie, ganz wichtig!!!, die Schrauben markieren, denn die sind alle drei unterschiedlich!) muß, um den Zahnriemen ausbauen zu können... ;) Dazu benötigt man eine sogenannte "Motorbrücke", welche den Motor abfängt und durch diese sich der Motor einfach in seiner Lage nach oben oder unten bewegen lässt. Diese kann man sich im Netz für ca. 50 € kaufen, oder man nimmt die aus der Werkstatt... ;D

VORHER löst man noch den Kühlmittelvorratsbehälter und ebenso die ganzen Kabel in diesem Bereich, sowie den Servoölbehälter, bei dem man den von der Stirnwand kommenden Schlauch mit einer Klemmzange abdrückt, sodass kein Servoöl aus dem Schlauch heraus kann und den Behälteranschluß mit einem kurzen Schlauchstück (in welches man auf der anderen Seite eine dicke Schraube gedreht hat) verschließt und den Behälter dann Richtung Schloßträger ablegt, um somit freie Bahn im Bereich des Motorlagers zu bekommen...

Wenn man dann den Halter und den ganzen anderen Gulasch demontiert hat und die drei Zahnriemenabdeckungen ebenso, kann man den Zahnriementrieb im Ganzen sehen und vielleicht (wie in meinem Fall) einige unschöne Entdeckungen machen, nämlich, dass die Wasserpumpe undicht ist und das wohl nicht erst seit "gestern"... Komischerweise habe ich den Wagen ja nun schon etwas über 2.500 km gefahren und mußte kein Wasser nachfüllen, auch ist der Stand der Flüssigkeit nie abgesackt... Naja, hilft nix, muss gemacht werden! ;)

 

Übrigens gab es noch einen bisher unentdeckten Befund: die Umlenkrolle für den Zahnriemen war schwergängig! Ich konnte sie nur mit Kraft drehen!! Das kann auf Dauer zu einem Zahnriemenriss und somit zu einem kapitalen Motorschaden führen... Glück gehabt!!! ;)

Ein anderes Thema war der Ölverlust. Dieser war mir von Anfang an bekannt und ich hatte die Ventildeckeldichtung im Verdacht...

Dieser Verdacht hat sich heute bestätigt, es ist die Ventildeckeldichtung (VDD), sie ist noch die Erste und von daher verständlicherweise porös und brüchig gewesen.

Bei abnehmen des Ventildeckels brach sie auch in zwei Teile...

 

Da ich schon direkt nach dem Kauf eine neue VDD von "Götze" gekauft hatte, wurde diese heute nun verbaut. Vorher mußten jedoch noch die Dichtflächen gereinigt werden und an 8 Stellen VOR dem auflegen der Dichtung ein paar Punkte mit Gehäuse-Dichtmasse gesetzt werden, sodass hier hinterher hoffentlich eine 100 % Dichtheit garantiert ist und es mir nicht so geht, wie beim 16V, bei welchem ja die neue VDD leider nicht richtig dicht ist (und es somit zu einem kleinen aber nervigen Ölverlust kommt, den ich aber beim Einbau der "Schrick-Nocke" beseitigen werde...).

Ausserdem galt es vorher noch die Kerzenschächte von Zylinder 2 und 3 trockenzulegen, welche wie der Kerzenschacht vom 1 Zylinder mit Öl verunreinigt waren... Die Vorgehensweise war wieder die gleiche, wie schon beim ersten Zylinder, mit dem Unterschied, dass diesmal alle Zündkerzen gegen neue Exemplare von "Bosch" ausgetauscht wurden.

Zum "Kerzenbild" der alten Zündkerzen kann man nur sagen, dass es besser wohl nicht sein könnte... rehbraun bzw. leicht gräulich deutet auf eine gute Verbrennung in dem jeweiligen Zylinder hin, also alles ok! :)

Nun denn, ich bin wie vermutet nicht fertig geworden, aber die VDD ist schon mal ersetzt und die Kerzen sind auch drin, ebenso sind die Zündspulen wieder montiert und angeklemmt und der Kabelsatz wieder verlegt. Ausserdem wurden alle Teile (mit Ausnahme des Ventildeckels) vorher gründlich gereinigt und warten nun auf ihren Einbau, bzw. sind schon wieder an Ort und Stelle... ;)

Was fehlt ist der Dichtring für die Wasserpumpe, welche ich schon mal demontiert habe. Sie ist in gutem Zustand, hat optisch keine Schäden bzw. Risse im Plastik-Pumpenrad und dreht sich ohne Probleme...

Hmm... vielleicht gibts aber auch vorsichtshalber ne neue Wasserpumpe, (ist ja schließlich nicht "mal eben" gewechselt!) mal sehen...

Diesen Anblick kenne ich ja nunmal zu Genüge... mal sehen, wann ich den 4er wieder zusammen habe...

 

Für heute ist aber erstmal Feierabend und Wochenende!!! :)

Freitag, 08.04.2016: Heute Nachmittag hab ich wieder zwei Stundem am Golf 4 geschraubt. Die Wasserpumpe mußte nun endlich rein und der Zahnriemen sollte heute auch noch aufgelegt werden.

Dem vorangegangen war eine etwas länger andauernde "Gedanken-Findungs-Phase" im Bezug auf die Kühlmittelpumpe... ;)

Ich hatte ja anfangs erst überlegt, die alte Pumpe weiterzuverwenden, dies aber dann doch verworfen und mir im Zubehör eine Pumpe vom Hersteller "AutoMega" bestellt. Diese hat gegenüber der originalen Pumpe ein Metallpumpenrad und ich war anfangs der Meinung, dass dies ein Vorteil sein könnte, da sich ja die Plastikpumpenräder manchmal auf der Welle lösen.

Hmm...

Als die Zubehörpumpe dann kam, machte diese auch eigentlich einen recht passablen Eindruck, aber meine Bedenken waren nicht ganz ausgeräumt, weshalb ich über unsere Firma eine originale Wasserpumpe bestellt habe, welche dann leider aus dem "Rückstand" kam, was bedeutet, dass ich diese Pumpe nicht zurück gehen lassen kann, sie also abnehmen muß. Naja, sei´s drum, ich hatte nun die Möglichkeit, alle drei Pumpen miteinander zu vergleichen: die Alte, die Zubehörpumpe und die neue originale Austausch-Pumpe.

Rein Optisch sagt mir die Zubehörpumpe am meisten zu, wenn ich die Pumpen von Hand drehe, ist es aber die Austauschpumpe, welche den besten Eindruck hinterlässt... Allerdings ist diese Pumpe bei ihrer Überholung recht rabiat sandgestrahlt worden, denn die Auflagefläche des Dichtrings ist rau, ganz das Gegenteil zur alten Pumpe, bzw. zur Zubehörpumpe... Hier mal die Bilder:

Aus mehreren Gründen habe ich dann die originale Austauschpumpe verwendet, denn einerseits habe ich die nunmal an der Backe, andererseits habe ich eine Ersatzteilgarantie, welche die Lohnkosten im Falle eines Defekts mit abdeckt, was bei der Zubehörpumpe nicht der Fall ist. Sollte die Pumpe also undicht werden, oder Geräusche machen etc. so kann ich den Ersatz der Pumpe gewährleistungsmäßig mitsamt Arbeitslohn abrechnen.

Nun, ich will hoffen, dass dies nicht passiert, aber wenn, dann bin ich mit dieser Pumpe besser dran.

Bezüglich der Oberfläche in der Nut für den Dichtring bin ich so verfahren, dass ich in diese Nut Gehäusedichtmasse von "Loctite" gestrichen habe und auch den daraufhin eingesetzten Dichtring mit etwas Dichtmasse eingerieben habe.

Danach wurde die Pumpe UND auch der Zahnriemen mitsamt Spannelement und Spannrolle ENDLICH eingebaut...! ;)

Nachdem dann der Motor zweimal von Hand durchgedreht worden war, habe ich die Steuerzeiten anhand der gemachten Markierungen geprüft und siehe da, sie stimmten überein.

Also weiter mit dem Zusammenbau...! ;)

Es folgten die untere und mittlere Zahnriemenabdeckung... (und ja Jungs; ich habe die Schrauben ALLE geputzt und gereinigt...! ;))

Was sich etwas kniffelig gestaltete, war der Einbau vom Motorhalter!

Hier half nur Geduld und eine Leiter! ;))

Kein Scherz, ich hab den Motor in verschiedene Lagen gedreht, erst ganz nach unten, dann immer ein kleines Stückchen höher, dann wieder geguckt, ob sich der Halter von unten einsetzen läßt... nö... also wieder rauf auf die Leiter und den Motor wieder eine Umdrehung höhergedreht... wieder runter, gucken, sehen, dass es immer noch nicht passt... Leiter wieder hoch und wieder drehen... usw, usw... ;)

Naja, nachdem ich den Motor dann nach vier- bis fünfmaligem hin und hergeturne fast ganz oben hatte, fluppte es und ich konnte den Halter einsetzen und montieren, ebenso die Riemenscheibe. 

Zu guter Letzt hab ich dann die obere Zahnriemenabdeckung und den Keilrippenriemenspanner montiert und danach den Keilrippenriemen wieder aufgelegt und gespannt.

Die Montage der Zahnriemenabdeckung war auch nochmal ein kleines Geduldspiel, aber was soll´s, ist nun alles geschafft! Feierabend! :)

Samstag, 09.04.2016: Endspurt! ;) Der Zahnriemen war ja nun drauf und die Ventildeckeldichtung ersetzt, ebenso die Wasserpumpe.

Was noch fehlte, war der Ladeluftschlauch mitsamt Hitzeschutzummantelung, das Druckrohr rechts und die Motorlager. Diese sollten aber ersetzt werden, da ich den Alten nach nunmehr 263.000 km nicht mehr zutraue, die Lastwechselreaktionen der Motor / Getriebe-Einheit so abzumildern, wie das mal bei Auslieferung war...! ;) Ich hatte ja auch schon berichtet, dass es mir beim fahren aufgefallen war, dass diese doch recht deutlich zu spüren waren, speziell, wenn man vom Gas ging. So habe ich also neue Motor / Getriebe-Lagerböcke gekauft. Der Rechte ist original VW, den konnte ich sehr günstig in der Bucht schießen, der Linke ist von "Febi". Auch hier habe ich wieder mal das originale Altteil mit dem Febi-Teil verglichen und komme zum gleichen Schluß, wie schon bei der zuvor ausgetauschten Pendelstütze: Absolut identische Bauteile! :) Hier mal aussagekräftige Fotos:

Aber der Reihe nach: erstmal hab ich das rechte Lager ersetzt und nach der Montage Servoöl und Kühlwasser aufgefüllt. Dann wollte ich den Motor starten...! Ich war etwas nervös, aber mir eigentlich sicher, dass ich alles richtig gemacht habe... EIGENTLICH! ;)

Der Schreck kam unverhofft: der Motor startete nur kurz und ging sofort wieder aus...! Erstauntes und dummes Gesicht meinerseits..!

Was ist denn nun los???

Warum läuft er denn nicht? Hmm...?!?

Blick in den Motorraum: nix zu sehen...

Nächster Startversuch mit etwas Gas: Motor heult auf, schüttelt sich und klappert!!! (was sich aber bei näherer Betrachtung als entspannter, aber noch in der Öse eingehängter Fangharken der Motorbrücke herausstellen sollte...)

Leichter Anflug von Bestürzung...! ;)

Sollte ich echt was verkehrt gemacht haben?!?

Also nochmal die Steuerzeiten prüfen...!

Hm, die stimmen, daran liegt es also nicht...

Im Geiste bin ich dann nochmal alles durchgegangen und habe eine weitere Sichtkontrolle gemacht...

Bingo! Der Stecker von der Drosselklappeneinheit war nicht verrastet! Hatte ich gepennt...!

Der Stecker für das Drosselklappen-Potentiometer sitzt unterhalb des Ansaugschlauches, ich war mir erst gar nicht bewusst, dass ich ihn anscheinend bei den Demontagearbeiten gelöst habe...!  Dumm gelaufen! ;)
Der Stecker für das Drosselklappen-Potentiometer sitzt unterhalb des Ansaugschlauches, ich war mir erst gar nicht bewusst, dass ich ihn anscheinend bei den Demontagearbeiten gelöst habe...! Dumm gelaufen! ;)

Also drauf mit dem Teil und starten...! Hm, mit noch aufgesteckter Knarre an der Kurbelwellenschraube KEINE gute Idee!!! Zum Glück hatte ich zwei Verlängerungen dazwischen, die Knarre saß also nicht direkt auf der 19er Vielzahn-Nuß, so dass da nichts passiert ist, aber das war nunmal einfach sehr nachlässig und überstürzt von mir und hätte auch anders ausgehen können!

Ich hab dann auf Anraten eines Kollegen VOR dem nächsten Start nochmal kontrolliert, ob sich die Zentralschraube der Kurbelwelle bei dieser Aktion gelöst hat, was aber nicht der Fall war und habe dann den nächsten Startversuch unternommen... Und siehe da, er lief! :)

 

Nachdem ich ihn ein bisschen hatte warmlaufen lassen, habe ich die Flüssigkeitsstände nochmals kontrolliert und etwas Servoöl und auch Kühlwasser nachgefüllt und mich dann dem Getriebelager zugewandt.

Hierfür mußte der Luftfilterkasten raus, ebenso die Abdeckung vom Kabelkanal, welcher vom Wasserkasten unterhalb der Frontscheibe bis hin zur Batteriekonsole reicht, da erst dann die Löcher zugängig sind, wodurch die Befestigungsschrauben des Lagers gelöst und nachher wieder festgezogen werden können.

Der eigentliche Austausch des Lagers war nicht schwer, dank Motorbrücke konnte ich es gut ausrichten und mit den korrekten Anzugsdrehmomenten festziehen. Hier mal die restlichen Fotos von heute:

Naja, und nachdem dies getan war und der Luftfilterkasten wieder an seinem Platz war, konnte ich den GTI endlich abbocken und eine kleine Probefahrt über unser Betriebsgelände machen...! ;))

Der erste Eindruck ist echt ok, zumal die vorher recht ausgeprägten Lastwechselreaktionen nun doch im normalen Rahmen stattfinden und sich somit die Investitionen in die neuen Motor / Getriebelager, sowie die neue Pendelstütze rentiert haben! Ich bin zufrieden und hoffe nun, dass ich (mit Ausnahme der Vorderradbremse, welche kurz vor der Verschleißgrenze ist, sowie des Bremsflüssigkeitswechsels) alles erledigt habe, was an diesem Fahrzeug nicht mehr ok war, bzw. nicht meinen Vorstellungen entsprach...! :) Naja, aber ich bin halt auch penibel... ;))

 

 

 

 

 

 

Alle Teile eines Käfers...

...so in etwa sieht das Puzzle aus, was ich demnächst wieder zusammensetze... ;)