Zur Info: Zum Vergrößern der Bilder, diese einfach anklicken. 


 In diesem Zustand waren Kofferraumboden und Seitenteilen hinten, dank der schlampigen Lackvorbereitung bei Karmann, hatte ich jetzt den Salat...

Ich habe dann in stundenlanger Arbeit die (in diesem Fall sehr großzügig aufgebrachte) Karosseriedichtmasse abgekratzt und den losen Rost entfernt...

So sah der Fußraum vom Käfer nach dem Ausbau der Sitze und des Teppichs, sowie der Dämm-Matten aus, recht viel oberflächlicher Rost, teils aber auch schon recht tief im Blech sitzend, allerdings keine Durchrostungen...

Das Zerlegen eines Autos geht mir immer recht schnell von der Hand, frühkindliche Prägung vermutlich... schon früher habe ich mein Bobbycar in der Werstatt meines Opa´s zerlegt (und auch wieder montiert! Das war schon ne Leistung für nen 4 Jährigen... ;-), heute macht man sich allerdings Gedanken, was eine Karosserie ohne Türen macht, wenn man sie vom Fahrgestell abhebt... und baut sich eine Verstrebung zwischen A- u. B-Säule.

Das hintere Radhaus auf der Fahrerseite (das mit der Durchrostung) sah so aus...

So das Radhaus auf der Beifahrerseite, nach dem Entfernen des Unterbodenschutzes wurde auch hier eine kleine Durchrostung sichtbar, allerdings sind die Endspitzen auf beiden Seiten ein Fall für die Tonne, da hier einige Durchrostungen vorhanden sind, bzw. das Blech zum Teil auch schon dünn oder verbogen ist...

Das Seitenteil hinten rechts, gut sichtbar ist hier die Durchrostung, der einzige Bereich, wo ein Vorbesitzer mit etwas Spachtel gepfuscht hatte...

Das Seitenteil links...

Das Verdeck kam ja auch ab, so sah das Blech im Bereich des Spannbandes aus, dort wo das Verdeck also mit der Karosse verbunden wird.

Die Lackanhebung hinten links erwies sich zum Glück als unkritisch, da sich darunter keine Durchrostung befand...

Der Bereich der Winkelbleche, ich denke, jeder der schonmal eine Käfer-Restauration angegangen ist, weiß, wie sensibel und rostanfällig dieser Bereich ist. Es war eine verdammt langwierige Arbeit, die Karosseriedichtmasse überall zu entfernen, Spaß machte das keinen...

(Auf dem ersten Bild ist übrigens noch zu erkennen, wieviel Karosseriedichtmasse überall aufgetragen war!)

Die Übergänge von A- u. B-Säulen zum Heizkanal hin, auch gerne am gammeln, bei meinem Cabrio top in Schuß...

Nachdem die Karosserie abgehoben war, habe ich mir Gedanken bezüglich des Fahrgestells gemacht.

Es ist der Teil, an den man hinterher, wenn einmal alles wieder zusammengebaut ist, am allerschlechtesten heran kommt.

Von daher war für mich von Anfang an klar, dass die Bodenbleche meinen Qualitätsansprüchen genügen mussten!

Um dies festzustellen, habe ich einen nicht ganz so gewöhnlichen Weg gewählt: ich habe das Fahrgestell tauchbadentlacken lassen...

 

Nachdem die Bodengruppe vom Tauchbadentlacken wiederkam, war ich begeistert!

Noch nie habe ich ein so einwandfreies Ergebnis abgeliefert bekommen, porentief rein!!!

Von Rost , Lack und Unterbodenschutz war NICHT EIN FITZEL mehr zu sehen!

Vergesst Sandstrahlen! Das ist echt Mist dagegen!

Ok, es ist natürlich auch ca. 3 bis 4 Mal teurer, aber dafür um 1000 % besser!

Die Bestandsaufnahme fiel im Großen und Ganzen gut aus, jedoch habe ich mich gegen die Weiterverwendung der Bodenbleche entschieden, da diese ausser 5 kleinen Durchrostungen im hinteren Bereich des linken Bodenbleches, schon zum Teil recht tiefe Rostnarben aufwiesen und ich somit später Gefahr gelaufen wäre, bei erneutem Rostbefall sofort mit Durchrostungen in diesen Bereichen rechnen zu müßen...

Also raus mit den Blechen!!!

 

Vorher habe ich allerdings mit der Suche nach "NOS" (New Old Stock  => dies bedeutet, dass es sich um Original-Ersatzteile des Herstellers handelt, also quasi alten Lagerbestand und somit einwandfreie Qualität, zumindest bei VW...) Bodenblechen begonnen...

Leichter hier niedergeschrieben als getan!

Ich habe 4 Monate gesucht!!!

Ganz einfach aus dem Grund, da ich nicht bereit war, für eine Bodenhälfte  450 € zu zahlen..., allerdings ist auch da nur ein einziger Händler auffindbar gewesen, der überhaupt originale Bleche auf Lager hatte und diese zum Verkauf anbot!

Komm mir also keiner mit dem Spruch: "Die Ersatzteilversorgung ist gesichert...", das stimmt so nicht! ;-)

Es kommt halt darauf an, welche Teile man sucht...

Klar habe ich bei den aufgerufenen Preisen für Originale auch mal an Repro-Bleche gedacht, aber bei der angebotenen Qualität wird einem manchmal echt schlecht!

(Das ist Wellblech, das kannst du an ne alte JU-52 nieten, aber nicht in nen Käfer einschweißen...!!! Man beachte dagegen mal auf den Bildern die hohe Passgenauigkeit und Glätte der originalen Bodenbleche!)

 

Naja, wie schon erwähnt, ich habe ja "die Ruhe weg" beim Restaurieren, also nimmt man sich die Zeit und geht auf die "Jagd"!

In diesem Fall erfolgreich, die linke Bodenhälfte hatte ich schon nach ein paar Wochen aufgetan, die Rechte folgte drei Monate später, in der E-Bucht...

Insgesamt habe ich dann lediglich 440 € + eine Tankfüllung Sprit hingeblättert, also knapp die Hälfte der Kosten "gespart".

 

Jetzt konnte die Bodengruppe wieder komplettiert werden!

(An dieser Stelle nochmal ein "Herzliches Dankeschön!" an Volker, der mir die Bodenhälften und Sitzhöcker mit seinem Schweißgerät eingeschweißt hat, weil ich es mich mit meinem alten Schweißgerät nicht getraut habe...

(Schäm..., ok, heute würde ich es dank "Lorch" selber machen... ;-)

(übrigens, die schwarzen Rückstände auf dem Rahmen sind "Fertan", damit habe ich das Fahrgestell behandelt, dass es nicht wieder anfängt, Flugrost anzusetzen, was gut funktioniert...)

Der Vorderwagen bringt nicht allzuviel Arbeit mit sich, die Bleche sind soweit intakt, keine Durchrostungen in der Reserveradwanne und an den Stoßdämpferdomen, das einzige was ersetzt wird, ist der untere Teil der Frontschürze, hier hatte ein Vorbesitzer ein großes ovales Loch hineingeschnitten, um die Anströmung des Ölkühlers zu gewährleisten, diese Lösung gefällt mir aber nicht, also wird sie verschwinden und macht den originalen Lüftungsschlitzen aus dem "1303 S" Platz.

Kommen wir zu einem Bereich, der mir einiges an Kopfzerbrechen und mindestens ebenso viel Arbeit gemacht hat!

Es ist der Bereich im Vorderwagen, wo die Verstärkungsbleche sitzen, an denen die Zahnstangenlenkung verschraubt wird, sie haben die Aufgabe, die Lenkkräfte aufzunehmen und in den Vorderwagen einzuleiten, ohne dass sich dieser verzieht.

Also nicht ganz unwichtig, diese Teile!

 

Um so blöder, dass es diese wichtigen Teile nicht einzeln gibt!

Oder anders ausgedrückt: dass man sie nicht einzeln erwerben kann!

Denn es gibt sie, leider nur an gewissen (zugegeben: sehr hochwertig) nachgefertigten Seitenteilen eines gewissen Herrn M. dessen Namen ich hier nicht weiter nennen will... (diejenigen unter euch, die sich ein wenig auskennen, werden schon wissen welchen Herrn ich meine!).

Nun, besagter Herr hat meiner Bitte um Verkauf der einzelnen Bleche widersprochen, mit dem Hinweis, ich könne doch seine Seitenteile kaufen, dann wäre mir ja auch geholfen...

Zur Info: EIN!!! Seitenteil kostete damals schon 1380 € !

Hm, was soll man davon halten?!?

Ich weiß es nicht, allerdings wird besagter Herr nie wieder auch nur einen Cent an mir (oder einem meiner Käfer-Kunden in unserem Autohaus, für die ich die nötigen Teile zur Reparatur besorge) verdienen. 

Nach zwei Jahren der Suche, habe ich dann tatsächlich noch je ein NOS-Blech für jede Seite aufgetan, eines allerdings in der Ausführung für die Rollenlenkung, dieses muß also noch etwas modifiziert werden.

 

Der besagte Bereich ist übrigens eine vom Werk eingebaute Schwachstelle, die Abdichung des Verstärkungsbleches ist nämlich mehr als dürftig und somit dringt zwangsläufig Wasser zwischen das Karosserieblech und die aufgeschweißte Verstärkung, was über die Jahre hin natürlich eines nach sich zieht:

 

Rost, und zwar nicht zu knapp, das Fatale an der Sache ist, das man ihn nicht sehen kann, nur ahnen...

 

Das lösen der ca. 2,5 mm starken Bleche war eine Mordsarbeit, man kam nämlich an die meisten Schweißpunkte nicht mit dem Schweißpunktbohrer heran (Reserveradwanne im Weg), so habe ich ungefähr 60 % der Schweißpunkte mit einem kleinen Dremel-Multischleifer mit fiberglasverstärkter Trennscheibe (30mm Durchmesser) in mühevoller Kleinarbeit aufgeschliffen...

Die Körperhaltung variierte zwischen knieend, gebückt, sitzend und liegend, immer schön mit Atemschutz und Schutzbrille sowie Gehörschutz...

Aber wie heißt es so schön: mühsam ernährt sich das Eichhörnchen!

 

So, genug erzählt, jetzt erstmal zu den Bildern (das erste Bild zeigt übrigens, weshalb mir Böses schwante)...

Mein 1303 Cabrio, Stand Juli 2014...

Es wird allmählich Zeit, sich dessen anzunehmen...

Mal sehen, ob ich in meinem Sommerurlaub die Karosserie vom 60er fertig kriege, dann ziehen die beiden Karossen um, denn diese Garage ist aufgrund der schlechten Beleuchtung nicht zum Schrauben geeignet, die daneben mit drei Neonröhren schon! ;)

Freitag, 27.05.2016: Jaaa, ich habe etwas für mein Cabrio gekauft! :)

Man glaubt es kaum, aber ich bin bei E...-Kleinanzeigen über zwei guterhaltene vordere "Kerscher" GFK-Kotflügel gestolpert und da ich ja in den letzten Jahren viel Geld in die GTI´s gepumpt habe, meine Käfer aber deshalb ehr so´n Schattendasein geführt haben, hatte ich ja im April beschlossen, dies allmählich zu ändern und mich wieder den Käfern zuzuwenden.

Zugegeben, bei den GTI´s steht zur Zeit auch nicht allzuviel an (und ich hoffe, das bleibt auch so!), lediglich der Rote bedarf halt noch etwas Zuwendung, auch in finanzieller Hinsicht, da die Motorabstimmung ja nunmal nicht für Lau zu bekommen ist. Zudem bekommt er noch eine neue und größere Ölpumpe (36 mm statt 30 mm Pumpenräder) von "Kolbenschmidt", da der Öldruck manchmal in den Keller geht und dann kurzzeitig die Öldruckkontrolle losquäckt...

 

Aber zurück zum 1303: die erwähnten Kotflügel sind 4 cm INNENverbreitert, was mir persönlich etwas besser gefällt als die aussenverbreiterte Version, da es nicht jedem ins Auge fällt und die originale Optik so gewahrt bleibt.

Nötig ist es allemal, da ich schon bei Kauf vorne ca. 1 cm überstehende Räder hatte und durch den zukünftigen Verbau der Porsche-Schwimmsattel-Bremse die Räder nochmals um 2,7 cm weiter nach aussen kommen, wodurch die Serien-Kotflügel nicht mehr verwendet werden können.

Wie schon erwähnt, handelt es sich bei den gekauften Kotflügeln um Gebrauchtware, aber im einwandfreien Zustand und die Teilchen sind halt schon mal lackiert worden, was bei GFK von Vorteil ist (vorausgesetzt, es wurde ordentlich gemacht!), da diese Bauteile in den meisten Fällen eine leicht unebene Oberfläche haben und somit ein höherer Arbeitsaufwand im Bezug auf die Vorarbeiten nötig ist. 

Hier dürfte es mit einem schlichten Überlackieren getan sein, was halt Kosten spart. Die Passform ist auch gut, ich habe am Samstag die Kotflügel mal angehalten und war zufrieden... Letztendlich kann ich es aber erst sagen, wenn ich sie angeschraubt habe! ;)

Jetzt suche ich noch 4 cm INNENverbreiterte Exemplare für hinten, natürlich für "Elefantenfüße"...!

Montag, 10.10.16: Heute kamen die hinteren beiden GFK-Kotflügel an, welche ich bei Eb...-Kleinanzeigen entdeckt hatte und dort für einen guten Kurs kaufen konnte! :) (Zugegeben, angesichts der Motor-Baustelle vom 2er 16V ein ungünstiger Zeitpunkt, finanziell gesehen... aber der Preis stimmte und ich hab jetzt auch schon 6 Monate gesucht!)

Es sind "CSP"-Kotflügel in der Version "4 cm Innenverbreitert" für Elefantenfuß-Rückleuchten, also Käfer ab Modelljahr 1973.

Die Kotflügel sind neu, waren noch nie montiert und machen einen qualitativ hochwertigen Eindruck! Allerdings werden die Teile von CSP OHNE Teilegutachten etc. ausgeliefert!!

Eine Eintragung ist somit nur per Einzelabnahme möglich und auch das wird keine soo leichte Nummer ohne einen Teile- / Werkstoffnachweis! Deshalb bin ich da jetzt mit CSP in Kontakt und hoffe, dass mir die Jungs zumindest einen Werkstoffnachweis besorgen / schreiben können, denn das dürfte die Einzelabnahme dann doch ungemein erleichtern (O-Ton eines TÜV-Prüfers).

Hier die Bilder der Kotflügel:

Samstag, 15.10.2016: Ich habe heute die Kotflügel ins Sauerland gebracht und sie natürlich mal angehalten... Sie sitzen wirklich gut! :D
Die Qualität und Passform ist überzeugend, ich hoffe nur, dass ich die Kotflügel auch alle eingetragen bekomme!

Sonntag, 05.02.2017: Ich habe einen 1986er Kerscher-Katalog mit all den Einträgen zu den beim Cabrio verbauten Teilen (mit Ausnahme der 16-Zoll Porsche-Fuchs-Felgen) ersteigern können! ;))

Somit kann ich beweisen, dass es alle verbauten Teile schon innerhalb der ersten 10 Jahre nach Zulassung meines Cabrios gab...! :)

Könnte wichtig sein, wenn´s um die "H"-Abnahme geht...!

 

 

 

 

 

 

Alle Teile eines Käfers...

...so in etwa sieht das Puzzle aus, was ich demnächst wieder zusammensetze... ;)